Stadt Luzern kündigt Austritt aus VLG an

Die Stadt Luzern tritt per Ende Jahr aus dem Verband Luzerner Gemeinden VLG aus. Das erklärte Stadtpräsident Stefan Roth an am Donnerstag Abend an der Generalversammlung des Verbands. Beim VLG selbst gibt man sich überrascht, will aber mit schnellen Reformen die Stadt noch umstimmen.

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Bildlegende: Stadtpräsident Stefan Roth kündigt den Austritt aus dem VLG an, Stadtrat Martin Merki (2.v.r.) bleibt im VLG-Vorstand. SRF

Vor rund einem Monat hatte das Luzerner Stadtparlament die Stadtregierung mit grosser Mehrheit aufgefordert, aus dem Verband Luzerner Gemeinden auszutreten. Diesen Schritt kündigte Stadtpräsident Stefan Roth am Donnerstag Abend an der Generalversammlung des Verbands nun offiziell an.

«Ich bin überrascht», sagt Verbandspräsident Hans Luternauer gegenüber von Radio SRF. «Wir waren der Meinung, dass das Parlament von der Stadtregierung einzig die Prüfung eines Austritts nahegelegt hat.» Die Stadt habe nun aber direkt gehandelt.

Vorschläge für Reformen im Herbst

Man wolle aber die Stadt Luzern und die Agglomerationsgemeinden aber weiterhin als Mitglieder des VLG behalten, betont Luternauer weiter. Deshalb will sich der Verband mit externer Hilfe neue Strukturen geben. Erste Vorschläge sollen schon im Herbst vorliegen und so allenfalls die Stadt noch umstimmen.

Stadtpräsident Stefan Roth hält an seinen Forderungen nach grundlegenden Reformen weiter fest, will die Tür aber noch etwas offen lassen. Es brauche schnell Ergebnisse, wenn die Stadt auf den Entscheid zurückkommen soll. Und dass die Luzerner Stadtregierung nur ungern diese Türe zuschlägt, zeigt allein, dass sich Stadtrat Martin Merki an der GV für weitere vier Jahre im Vorstand des VLG bestätigen liess - mit der Option, allenfalls auf Ende Jahr demissionieren zu müssen.