Stadt Luzern stellt Investitionen zurück

Der Stadtrat Luzern hat zu wenig Geld, um die geplanten Investitionen umzusetzen. Deshalb hat er Projekte zurückgestellt. Betroffen davon sind einerseits Sanierungen von Schulhäusern, andererseits die Umfahrung des Bahnhofs Littau. Dieses Projekt wird doppelt so teuer wie ursprünglich geplant.

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Bildlegende: Die Finanzlage der Stadt Luzern verdüstert sich zusehends - nun werden Investitionen verschoben. SRF

Von 2016 bis 2020 sind in Luzern Nettoinvestitionen von rund 203 Millionen Franken vorgesehen. Weil aber rund 30 Millionen Franken weniger zur Verfügung stehen, muss der Stadtrat einzelne Projekte später realisieren als geplant, wie er am Dienstag mitteilte.

Weil aufgrund der steigenden Schülerzahlen die Schulraumentwicklung in Reussbühl und Littau für den Stadtrat Priorität hat, erfolgt demnach der Wettbewerb und die Projektierung für das Schulhaus Grenzhof ab 2016 und für das Schulhaus Littau-Dorf ab 2018. In der Neustadt hingegen wird die Gesamtsanierung der Schulanlage Moosmatt von 2018 auf 2020 verschoben.

Gleichzeitig gab der Stadtrat bekannt, dass die geplante Umfahrung des Bahnhofs Littau erst ab 2020 realisiert werden soll und rund doppelt so teuer wird als bislang angenommen. Statt von 14 Millionen geht der Stadtrat von Bruttokosten von maximal 26 Millionen Franken aus. Verschiedene Kostenbeteiligungen sind allerdings noch offen.

Zusatzkredit nötig

Gründe für die Kostensteigerung sind laut Stadtrat unter anderem ein Ausbau des Kreisels Bodenhof sowie eine neu ins Projekt aufgenommene Fuss- und Radweg-Unterführung beim Bahnhof Littau. Der Stadtrat will dem Parlament im zweiten Halbjahr 2016 einen Zusatzkredit unterbreiten.

Das Projekt Cheerstrasse - die wichtigste Verbindung von Littau Dorf in den Littauerboden - wurde 2009 von der Stimmbevölkerung von Littau gutgeheissen. Die dafür nötige Unterführung wurde bereits 2005 realisiert. Dank der geplanten neuen, rund 650 Meter langen Strasse soll der Bahnübergang beim Bahnhof für Fahrzeuge geschlossen werden.