Stadtrat rechnet Auswirkungen einer kantonalen Steuererhöhung vor

Welche Auswirkungen hätte es für die Stadt Luzern, wenn der Kanton den Steuersatz für Unternehmen erhöhen würde? Diese Frage stellte die Fraktion der Grünen im Stadtparlament. Der Stadtluzerner Finanzdirektor legt nun die Zahlen auf den Tisch.

Die Stadt Luzern hätte rund drei Millionen Franken mehr Einnahmen bei den juristischen Personen, wenn der Steuersatz von heute 1,5 auf 1,6 Prozent erhöht würde. Dies rechnet der Luzerner Stadtrat in einem Beispiel vor in seiner Antwort auf einen Vorstoss der Grünen im Stadtparlament. Sie verlangten Auskunft über die Auswirkungen von allfälligen Steuererhöhungen auf Kantonsebene. Heute betragen die Steuereinnahmen der Stadt bei den juristischen Personen rund 42 Millionen Franken.

Mit diesen Mehreinnahmen hätte die Stadt zwar einen besseren Handlungsspielraum bei den Finanzen, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Die Erhöhung des Steuersatzes für juristische Personen würde jedoch die Position Luzerns im Steuerwettbewerb verschlechtern. Daraus ergäben sich mittel- und langfristig voraussichtlich negative Effekte auf die Mehreinnahmen.

Allerdings geht der Stadtrat davon aus, dass bei einer moderaten Anhebung des Steuersatzes die Unternehmen der Stadt nicht gerade den Rücken zukehren würden. «Bei vielen Gesprächen mit Firmen stelle ich fest, dass die steuerliche Ausgangslage zwar bedeutungsvoll ist, dass es aber auch ganz andere Kriterien gibt, damit ein Unternehmen in der Stadt Luzern bleibt oder seinen Sitz nach Luzern verlegt», sagt Finanzdirektor Stefan Roth gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».