Stadtzuger SP mischt mit zwei Stadtratskandidaten Wahlen auf

Die Basis der Stadtzuger SP hat am Mittwochabend entschieden. Die SP schickt den amtierenden Stadtpräsidenten Dolfi Müller und dazu Urs Bertschi, Fraktionschef der SP im Stadtparlament ins Rennen. Mit diesem Entscheid dürfte die Stadtzuger SP die «Alternativen-die Grünen» vor den Kopf stossen.

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Bildlegende: Urs Bertschi, Fraktionschef und der bisherige Stadtpräsident Dolfi Müller (rechts) wollen in die Zuger Stadtregierung. SRF

Für Diskussionen ist gesorgt. Die Alternative- die Grünen plädierten für je eine Einer-Kandidatur der drei linken Zuger Parteien Alternative, CSP und SP, um die drei linken Stadtratssitze nicht zu gefährden. Die SP-Basis setzt nun aber auf einen eigenständigen Wahlkampf und eigenständige Kandidaten.

«Wir haben ein eigenes Profil und wollen dies dem Wähler auch zeigen», sagt Karin Hägi, Präsidentin der Stadtzuger SP. «Die Begeisterung über unsere Zweier-Kandidatur dürfte sich bei den Alternativen und der CSP aber in Grenzen halten», ist sich Karin Hägi bewusst.

Bei den linken Parteien haben erst die Alternative-die Grünen ihre Kandidatur bestimmt. Für den Stadtrat kandidiert Jolanda Spiess für die ALG. Noch offen ist die Ausgangslage bei der CSP. Stadtrat Andreas Bossard tritt zu den Wahlen nicht mehr an. Die Bildungsdirektorin Vroni Straub (CSP) hingegen dürfte wieder antreten.

Bürgerliche wollen Mehrheit im Stadtrat zurück

Die bürgerlichen Parteien haben ihre Stadtratskandidaten bereits nominiert. Für die FDP tritt der bisherige Stadtrat Karl Kobelt an und Gemeinderat Stefan Moos. Die SVP setzt auf Stadtrat André Wicki und Kantonsrat Jürg Messmer. Die CVP schickt Kantonsrat Urs Raschle ins Rennen.

Vor vier Jahren verlor die CVP ihren einzigen Sitz. Dadurch verloren die bürgerlichen Parteien ihre Mehrheit im fünfköpfigen Zuger Stadtrat an die Linke. Seither ist es das erklärte Ziel aller drei bürgerlichen Parteien FDP, SVP und CVP, die Mehrheit in der Stadtzuger Exekutive zurückzuerobern.

Die Stadt Zug wählt am 5. Oktober den Stadtrat neu im Majorzsystem. Am gleichen Tag wird auch das Stadtparlament gewählt.