Starkes Wachstum der Rebbaufläche in der Zentralschweiz

In der Zentralschweiz hat sich die Rebbaufläche in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Zugelegt hat vor allem der professionelle Rebbau. Weil die Nachfrage nach inländischem Wein wächst und dessen Qualität steigt, satteln immer mehr Landwirte um und tätigen dafür grosse Investitionen.

Die Rebbaufläche in der Zentralschweiz wächst stark. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immer mehr Landwirte setzen auf Rebbau als langfristige Einnahmequelle. Keystone

«In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Fläche für Rebbau verdoppelt», sagt Beat Felder gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von SRF. Er ist bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern zuständig für den Rebbau in den Zentralschweizer Kantonen. Grund für das Wachstum sei eine stetig wachsende Nachfrage nach Schweizer Wein.

Zwar gebe es auch immer mehr Rebbau-Genossenschaften, wo vor allem Hobby-Winzer produzierten. In erster Linie würde aber der professionelle Rebbau wachsen. Vor allem Landwirte weiten ihre Flächen aus oder satteln frisch um.

Eine neue Ausrichtung auf den Rebbau bringt für die Landwirte viel Aufwand mit sich. Es brauche neben zusätzlichen Ausbildungen und guten Böden vor allem viel Ausdauer, betont Beat Felder: «Die Investitionen sind langfristig. Einerseits gibt es erst nach rund fünf Jahren erste richtige Erträge, andererseits müssen die Anlagen über rund 25 Jahre amortisiert werden.»