Steuern: Rund 380 Selbstanzeigen im Kanton Luzern

Rund 8,4 Millionen Franken flossen den Behörden dadurch nachträglich zu. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr. Hingegen blieb die Zahl der Selbstanzeigen stabil.

lu Entwicklung der Einnahmen aus Selbstanzeigen

Der Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr 381 Selbstanzeigen von reuigen Steuersündern erledigt. Dem Kanton und den Gemeinden flossen deshalb total 6,7 Millionen Franken Nachsteuern zu. Weitere 1,7 Millionen Franken gingen an den Bund.

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Keine Busse

Die Möglichkeit, einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige einzureichen und damit nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden, besteht in der Schweiz seit 2010. Dabei müssen die Steuerpflichtigen die Nachsteuer auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen, erhalten aber keine Busse.

«Druck» aus der Gesellschaft

Während die Fallzahl nur leicht rückläufig war, gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Wie die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern mitteilte, liegen die Erträge aus den Selbstanzeigen 2015 knapp 30 Prozent unter dem Mittel der Jahre 2010 bis 2014.

Seit der Einführung der straflosen Selbstanzeigen wird dieses Instrument im Kanton Luzern rege genutzt. Die Dienststelle Steuern führt dies auf verschiedene Ursachen zurück. Unter anderem würden Steuerhinterziehungen von der Gesellschaft nicht mehr als Kavaliersdelikt betrachtet, sondern zunehmend als schädliches Verhalten geächtet, heisst es.