Verzettelter Abend der Hausautoren am Luzerner Theater

Das Luzerner Theater hat diese Saison gleich drei Hausautoren engagiert, mit je unterschiedlichen Hintergründen. Diese sollten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickeln. Doch die drei, die als Hausautorenkollektiv antraten, machen gar nichts zusammen und auch fast nichts gut.

Szene aus «Essen Zahlen Sterben» im UG des Luzerner Theaters. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Szene aus «Essen Zahlen Sterben» im UG des Luzerner Theaters. Ingo Höhn/zvg

Mit dem Luzerner Theaterautor Dominik Busch, der Basler Autorin und Verlegerin Ariane Koch und dem Berner Spoken-Word-Künstler Michael Fehr hat das Luzerner Theater drei vielversprechende Namen als Hausautoren engagiert. Von neuen, gemeinsamen Formen aber ist an ihrem Theaterabend, der am Freitag im UG unter dem Titel «Essen Zahlen Sterben» Premiere hatte, gar nichts zu spüren.

Etwas Schwung mit den «Beflissenen»

Michael Fehr beispielsweise hat sich erst gar nicht auf eine echte Zusammenarbeit mit dem Theater eingelassen. Er steht selber auf die Bühne und liest seinen Text vor.

Wenigstens um eine Inszenierung bemüht ist hingegen Ariane Koch. Ihr Stück, welches aus wahllos aneinander gereihten Teststücken besteht, vermag inhaltlich aber nicht zu überzeugen.

Nur das Stück «Die Beflissenen» des Luzerner Autors Dominik Busch bringt etwas Schwung in den Abend. Busch gelingt es, ein subtiles Porträt zu zeichnen von zwei kleinen Angestellten, die in der modernen Arbeitswelt untergehen, beziehungsweise sich von ihr unterwerfen lassen.