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«Grosser Image-Gewinn» Victorinox kann ihre Soldatenmesser an die US-Armee verkaufen

Die US-Armee nimmt die weltbekannten Sackmesser der Schwyzer Firma in ihre offizielle Bestellliste auf.

Auseinandergefaltetes Sackmesser mit grauem Schaft und verschiedenen Klingen und Werkzeugen.
Legende: Das Schweizer Soldatenmesser, das nun auch in der US-Armee erhältlich ist. Viktorinox.ch

Die US-Armee hat das Soldatenmesser von Victorinox in ihre offizielle Bestellliste aufgenommen. Eine eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte einen Bericht der «Luzerner Zeitung». Mitglieder der US-Armee können das empfohlene Messer nun bestellen, müssen aber nicht.

Bekanntheit der Marke steigern

Finanziell halte sich der Deal in Grenzen, aber es sei ein grosser Image-Gewinn, hält das Unternehmen fest. Das Mehrzweckmesser entspreche im Wesentlichen dem Soldatenmesser, das Schweizer Armeemitglieder als persönliche Ausrüstung erhalten. Die amerikanische Version unterscheide sich lediglich durch die brünierte Oberfläche und darin, dass U.S. darauf stehe.

Wie viele Messer die US-amerikanische Armee seit dem Listing bestellt hat, will Victorinox nicht verraten. Noch sei die bestellte Menge aber irrelevant. Das Geschäft mit Soldatenmessern mache nur einen sehr kleinen Anteil ihres Umsatzes aus.

Da nun aber Tausende Armeeangehörige das Soldatenmesser bestellen können, hofft man in Ibach, dass das Bewusstsein für die Marke Victorinox in den USA gesteigert werden kann.

Das Unternehmen Victorinox

Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1884 von Karl Elsener als Messerschmiede in Ibach-Schwyz gegründet. Im Jahr 1891 lieferte er erstmals das Soldatenmesser an die Schweizer Armee. Danach entwickelte er das Schweizer Offiziers- und Sportmesser. Damit legte er den Grundstein für ein globales Unternehmen, das weltweit bekannt ist.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Freut mich für Victorinox und das es einmal mehr nicht heisst: Amerika first! ;))
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  • Kommentar von ely berger (vögeliwou)
    Sah vor Jahren einen DOK-Film über dieses Familienunternehmen. Eine der wenigen Firmen, die Menschlichkeit oder Wertschätzung gegenüber den Angestellten noch hochhielt. Ich weiss nicht, wie es heute ist, hoffentlich noch immer so... dann ist ihr der Erfolg von ganzem Herzen zu gönnen.
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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    "Ein grosser Image-Gewinn"? Also ich würde mich schämen, wenn eine Truppe, die seit 1945 weltweit Angs und Schrecken verbreitet, völkerrechtswidrige Kriege führt, Länder mit "Agent Orange" und Uranmunition auf Jahrhunderte verseucht, mein Produkt verwenden würde. Ich würde es ihr sogar verbieten, denn ich möchte nicht an Gewalt, Verstümmelung und Mord beteiligt und mitschuldig sein. Aber jeder, wie er mag …
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    1. Antwort von Fabio Krauss (FabioK)
      Ihr Kommentar schiesst leicht über das Ziel hinaus. Ja, auch die Amerikaner sind nicht fehlerfrei und verfolgen primär eigene Interessen. Aber: Ohne gewisse "Kriegseinsätze" der Amerikaner würde die Welt (und die Landkarte Euopas) heute anders aussehen. Denken Sie an den Ersten Weltkrieg, den 2. Weltkrieg oder den Kosovo-Krieg. Viele junge US-Amerikaner sind im Kampf für Frieden in Europa gestorben.
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    2. Antwort von S. Petrovic (S.Petrovic)
      Zum Glück gibts Menschen wie Sie die nicht an Holywood Filme und Medien glauben wo Amerikaner nur " good guys" sind .
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    3. Antwort von ely berger (vögeliwou)
      Was meinen Sie genau? Kambly, Hausspezialitäten aus dem Emmental, werden in der ganzen Welt gegessen. Müssen/sollen sich nun die Eigner und Mitarbeiten schämen für alle Esser, die hassen, Groll hegen, eifersüchtig sind, lügen, schon getötet haben usw. ?? Muss sie Federer schämen, für alle Amerikaner, die ihn mögen??
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