Vom Verkehrshaus direkt in den Röntgen-Saal

Der Forschungssatellit Eureca verlässt für kurze Zeit das Luzerner Verkehrshaus. Der Satellit wird in Dübendorf komplett durchleuchtet. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt will anhand der Röntgenanalyse mehr über die Einflüsse des Weltraums auf das Material herausfinden.

Forschungssatellit Eureca wird im Verkehrshaus vorsichtig auf den Sattelschlepper geladen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Forschungssatellit Eureca wird im Verkehrshaus vorsichtig auf den Sattelschlepper geladen. Keystone

Der europäische Satellit Eureca verbrachte 1992 ein Jahr lang im Weltraum. Seit dem Jahr 2000 ist er im Verkehrshaus hängend an der Decke ausgestellt. Nun wird Eureca wissenschaftlich untersucht und komplett geröntgt. Der Satellit ist einer der ganz wenigen, die aus dem All auf die Erde zurückgekommen sind.

Neue Röntgen-Technik, neue Erkenntnisse

«Das ist sehr selten und für uns deshalb besonders interessant», freut sich die Leiterin des Röntgenzentrums der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, Antonia Neels. Fast 25 Jahre nach dem Aufenthalt des Satelliten im All sei die Röntgen-Analyse auf einem sehr viel höheren Niveau.

Bei der Empa erhofft man sich vor allem Material-Erkenntnisse bei extremen Temperaturschwankungen, kosmischen Strahlungen oder geringer Erdanziehungskraft.