Wenn aus Unfallfotos Kunst wird

Der ehemalige Nidwaldner Polizeifotograf Arnold Odermatt machte während 40 Jahren Fotos von Autounfällen. Die Regisseurin Gitta Gsell hat einen Dokumentarfilm über den heute 89-Jährigen gedreht.

Arnold Odermatt steht neben einer Wand, an der Wand hängt ein schwarzweiss Bild eines kaputten Autos. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Arnold Odermatt mit einem seiner Unfallbilder. Keystone

Ein Filmplakat mit einem kaputten VW Käfer im See. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Plakat des Films «Karambolage». ZVG

«Der Polizeifotograf hat die Unfälle fotografiert, aber ohne Blutzoll. Daraus hat Arnold Odermatt jeweils ein ästhetisches Spektakel gemacht», so beschreibt ein Kunstkritiker im Film «Karambolage» die stilvollen Unfallfotos von Arnold Odermatt.

In den 90er Jahren hat Odermatts Sohn die Fotos, rund 60'000 Stück, auf dem Estrich des Elternhauses entdeckt. Zusammen mit Fotos aus dem privaten Familienalbum wurden die Bilder schon im Rahmen diverser Ausstellungen gezeigt. Nun ist ein Dokumentarfilm mit und über Arnold Odermatt entstanden.

«Ich wollte einerseits die Bilder von Odermatt zeigen. Bilder, die nie als Kunst gedacht waren, aber sehr künstlerisch anmuten. Andererseits erhält man durch den Film einen Einblick in das Leben im Kanton Nidwalden während er 50er und 60er Jahre», so Gitta Gsell, Regisseurin des Films, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. Der Film «Karambolage - die Welt des Arnold Odermatt» feiert am 9. März im Bourbaki-Kino Luzern Premiere.