Werthensteiner Missionare verkaufen Liegenschaft Höchweid

Die Missionare von der Heiligen Familie (MSF) verlassen ihr Missionsseminar. Grund sind die hohen Kosten für den Unterhalt der Liegenschaft bei Werthenstein. Bewohnt wird es nur noch von acht Patres. Als künftige Nutzung wünschen diese sich eine religiöse oder soziale Institution.

Die Liegenschaft Missionsseminar Höchweid. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sucht einen Käufer: Die Liegenschaft Höchweid bei Werthenstein der Missionare von der Heiligen Familie. zvg

Derzeit seien sie noch acht Patres im Missionsseminar Höchweid, ihr Durchschnittsalter sei 79 Jahre, begründen die Missionare von der Heiligen Familie ihren Wegzug aus der Liegenschaft über Werthenstein. Die Unterhaltskosten seien für sie finanziell kaum noch tragbar.

Ein professioneller Immobilienverwalter soll nun bis Ende Jahr eine geeignete Käuferschaft für die Liegenschaft finden. Begrüssen würden die Patres eine soziale künftige Nutzung, sei es als Heim für Behinderte oder vorübergehend als Logis für Flüchtlingsfamilien.

Der Kanton Luzerrn ist derzeit intensiv auf der Suche nach geeigneten Liegenschaften für Asylzentren. Das Gebäude habe man schon einmal geprüft, erklärt Erwin Roos vom zuständigen Departement auf Anfrage. Für eine weitere intensive Prüfung müsste aber erst der Nutzungszweck der Liegenschaft erweitert werden. Hierfür müsse der Gemeinderat die Nutzungsplanung anpassen.

Die Liegenschaft war schon vor einiger Zeit als mögliches Asylzentrum gehandelt worden. Die Idee stiess beim zuständigen Ruswiler Gemeinderat allerdings auf heftigen Widerstand.