«Wir haben 200 verschiedene Varianten geprüft»

Der emeritierte ETH-Professor Christian Menn hat eine alternative Idee zum zweiten Gotthard-Strassentunnel. Diese soll kostengünstiger sein. Das Bundesamt für Strassen hält nichts davon.

Eine Karte des Gotthards, darauf eingezeichnet eine Idee für eine Alternativstrecke zum zweiten Tunnel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die blaue Linie auf diesem Kartenausschnitt ist die Idee von Christian Menn, gestrichelt die beiden neuen Tunnel. Das Magazin (Tagesanzeiger)

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So sähe die Strecke aus

Von Göschenen in die Göscheneralp. Von dort per neuem Tunnel bis zur Teufelsbrücke kurz vor Andermatt. Danach auf einer neuen Strasse in Richtung Hospental mit Umfahrung des Dorfes, schliesslich per Tunnel ab Gamsboden bis Motto Bartola im Tessin. Von dort über die Tessiner Passstrasse bis zur Autobahn.

Am 28. Februar stimmt das Schweizer Stimmvolk darüber ab, ob es den Kredit für einen zweiten Gotthard-Strassentunnel spricht, damit der bestehende saniert werden kann. Im «Magazin» präsentierte der ehemalige ETH-Professor Christian Menn nun eine Alternative zur zweiten Röhre.

Christian Menn wirft dabei dem Bund vor, man habe nicht alle möglichen Varianten geprüft und es habe keinen Wettbewerb gegeben, um Lösungen zu präsentieren.

Uri und Astra wenig begeistert

Dies lässt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen (Astra) nicht gelten: «Selbstverständlich haben wir Alternativen geprüft - weit über 200. Wir sind aber zum Schluss gekommen, dass die zweite Röhre die sinnvollste Variante ist.» Ausserdem sei die Kostenberechnung bei der Menn-Variante sehr optimistisch.

Ebenfalls kein Lob kommt von der Seite des Gotthard-Kantons Uri: Obwohl Parlament und Regierung gegen den zweiten Gotthard-Strassentunnel sind, ist man wenig begeistert über den Vorschlag.