«Wir halten nichts von den Sparideen der Schwyzer Regierung»

Die jährlichen Beiträge an die drei privaten Mittelschulen im Kanton Schwyz sollen um 20 Prozent gekürzt werden. Dies ist einer der Sparpunkte, welche die Regierung des Kantons Schwyz am Donnerstag vorgestellt hat. Die Gymnasien sind gar nicht begeistert.

Das Gymnasium Immensee von Aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schüler des Gymnasiums Immensee sollen in Zukunft weniger finanzielle Unterstützung erhalten. ZVG

«Für uns würde die geplante Kürzung der finanziellen Beiträge eine Kürzung des schulischen Angebots bedeuten. Die Eltern werden sich in Zukunft zweimal überlegen, ob sie es sich noch leisten können, ihr Kind an ein privates Gymnasium zu schicken», sagt der Rektor des Gymnasiums Immensee, Christioph Schmitt, gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» von Radio SRF.

Wenn Eltern im Kanton Schwyz ihr Kind an eine der drei privaten Mittelschulen in Immensee, Einsiedeln oder Ingebohl schicken, erhalten sie vom Kanton eine finanzielle Unterstützung. Diese soll im Rahmen des Sparpakets um 20 Prozent gekürzt werden. Man habe sowieso ein Überangebot an Mittelschulen im Kanton, schreibt die Regierung in ihrem Bericht an den Kantonsrat. Man könne zudem Schüler von privaten Gymnasien in kantonale Mittelschulen umplatzieren.

«Eine Umplatzierung von Schülern würde wieder mehr Kosten verursachen. Die Schulwege würden länger und die Infrastrukturen der kantonalen Mittelschulen müssten ausgebaut werden. Während sie bei uns ja schon vorhanden wären», argumentiert Christoph Schmitt gegen die Sparpläne des Kantons.

Der Kanton Schwyz hat insgesamt 70 Sparmassnahmen geplant, die den Kantonshaushalt jährlich um 21 Millionen Franken entlasten sollen. Über 13 Vorschläge wird der Kantonsrat entscheiden müssen. Einer dieser Sparvorschläge ist die Kürzung der Beiträge an private Mittelschulen.