Radquerrennen Dagmersellen «Wir müssen schweren Herzens einen Schlussstrich ziehen»

Das internationale Radquer Dagmersellen wird ab 2018 nicht mehr im Rennkalender stehen. Es fehlen Helfer für die Organisation.

Velofahrer auf feldweg Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das internationale Radquerrennen ist seit 1975 in Dagmersellen Tradition. zvg

Am 26. Dezember 2017 wird in Dagmersellen das letzte Radquerrennen stattfinden. Diesen Entscheid fällte der Veloclub Dagmersellen an einer ausserordentlichen Generalversammlung. «Dieser Schlussstrich ist uns alles andere als leichtgefallen», sagt Vereins- und OK-Präsident Markus Wigger. Das Problem sei, dass wichtige Funktionen im Organisationskomitee nicht mehr besetzt werden konnten und sich auch nicht genügend Helfer zur Verfügung stellen. «Wir haben viele engagierte Mitglieder, aber es wurde zunehmend schwieriger Leute zu finden, die während den Festtagen mehrere Tage im Einsatz stehen.»

42 Jahre Radquertradition

Das internationale Radquerrennen hat in Dagmersellen eine lange Tradition. Bereits 1975 wurde der Anlass erstmals durchgeführt. Besondere Highlights seien die Teilnahme von Weltmeister Albert Zweifel gewesen oder die Rekordsiegesserie von Francis Mourey.

Hoffnung auf Pfaffnau

In Dagmersellen hofft man auf die Pfaffnau, das das Rennen übernehmen könnte. Der VC Pfaffnau-Roggliswil hat bereits Erfahrung mit der Durchführung von Radquerrennen. «Radquer hat im Luzerner Hinterland eine grosse Tradition und viele Einheimische verbinden den Stephanstag automatisch mit Radquer», wird Michael Wechsler, OK-Präsident in Pfaffnau, in der Mitteilung zitiert, «eine Tradition, die wir unbedingt weiterführen wollen». Ob der Entscheid zugunsten der Pfaffnauer fällt, entscheidet der Verband Swiss Cycling bei der Saisonplanung 18/19.