«Wir waren die Nobodys in der Obwaldner Politik»

Albert Sigrist war der erste Parteipräsident der 1999 gegründeten SVP Obwalden. Unter der Leitung des 58-jährigen Betriebsökonomen und Holzhändlers stieg die SVP zur zweitstärksten Kraft auf. Nun übergibt er das Amt.

Für Albert Sigrist hat die Amtsübergabe zwei Seiten. Einerseits sei er froh, weil er künftig weniger Termine wahrnehmen müsse. Andererseits mache ihn die Amtsübergabe schon ein bisschen wehmütig: «Wenn du als Parteipräsident etwas aufbaust, dann willst du immer vorwärts kommen, du willst etwas bewegen und dann ist es nicht ganz einfach, loszulassen.»

Als grossen Erfolg wertet Albert Sigrist die Verkleinerung der Obwaldner Regierung von 7 auf 5 Regierungsräte. Dieser Entscheid ging auf eine SVP-Initiative zurück.

«Dass wir die nötige Anzahl Unterschriften zusammenbringen konnten als Nobodys in der Politik, das hat uns wahnsinnig motiviert», sagt Sigrist gegenüber Radio SRF. «Das war intern ein gutes Ereignis, und extern konnten wir auf uns aufmerksam machen.»

Von Politik hat er noch nicht genug

Allerdings schnitt sich die Partei mit der Verkleinerung auch ins eigene Fleisch. Sie wartet nämlich immer noch auf den ersten Regierungsrat im Kanton Obwalden. «Da machen es uns die anderen Parteien aber auch nicht einfach, weil sie bei Einzelrücktritten immer zusammenspannen», sagt Alber Sigrist.

Der abtretende Parteichef will Kantonsrat bleiben. Er will 2018 nochmals kandidieren. Seine Nachfolge als Parteipräsident übernimmt Monika Rüegger. Die 48-Jährige aus Engelberg sitzt seit 2010 im Obwaldner Parlament. Sie ist zudem Schulrätin in Engelberg.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr