Wo sind die Frauen im Schwyzer Regierungswahlkampf?

Für die Regierungsrats-Wahlen im März 2016 zeichnet sich ab, dass die Frauen deutlich in der Minderheit bleiben. Die CVP schickt ein Männertrio ins Rennen. Auch bei der SVP ist keine Kandidatin im Gespräch. Als einzige Kandidatin steht bis jetzt FDP-Regierungsrätin Petra Steimen fest.

Ansicht des Regierungsgebäudes im Kanton Schwyz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kampf um den Einzug ins Regierungsgebäude bleiben die Frauen deutlich in der Minderheit. SRF

Bei der Schwyzer CVP waren im Vorfeld zwar Frauen im Gespräch als mögliche Kandidatinnen. «Die angefragten Frauen haben leider alle abgesagt - das ist schade», sagt Wahlkampfleiter Markus Hauenstein. Es fehle der Partei nicht an fähigen Kandidatinnen. Trotzdem konnte keine Frau motiviert werden.

Gründe sind vielfältig

Frauen für ein Regierungsamt zu gewinnen, ist ein Anliegen des Vereins «Frauennetz Kanton Schwyz». Häufig sei die familiäre Situation ein Grund für die Absage, erklärt Mona Birchler, Präsidentin des Vereins.

Ein weiterer Grund sei das politische Klima. «Der Umgang in der Politik ist rauer geworden. Das wollen Frauen häufig nicht eingehen», sagt Birchler weiter.

Erst eine Kandidatin

Das Frauennetz wolle sich allerdings weiterhin dafür engagieren, dass mehr Frauen in Behörden vertreten seien. Dazu müsse das Thema immer wieder ins Gespräch gebracht werden, sagt Präsidentin Mona Birchler.

FDP-Regierungsrätin Petra Steimen ist bis jetzt die einzige Frau im Rennen um einen der sieben Regierungssitze. Möglich ist eine zweite Regierungsratskandidatin aus den Reihen von Links-Grün.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr