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Wohnstatistik Luzerner Bevölkerung braucht viel Wohnraum

Im durchschnittlichen Haushalt leben 2,3 Personen. Seit 1980 stieg die Wohlfläche pro Person von 32 auf 46 Quadratmeter.

Legende: Audio Luzernerinnen und Luzerner beanspruchen mehr Wohnfläche abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
02:18 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.10.2018.

Im Kanton Luzern wird fleissig gebaut. Die Luzerner Bevölkerung braucht nicht nur mehr Wohnfläche, weil sie ständig wächst. Sondern auch, weil die durchschnittliche Haushaltsgrösse sinkt und die Wohnfläche pro Kopf zunimmt. Dies teilte Lustat Statistik Luzern am Montag im Rahmen des diesjährigen Lustat-Meetings zum Thema «Bauen und Wohnen im Kanton Luzern» mit.

Für den stetig zunehmenden Bedarf an Wohnfläche ist einerseits das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung verantwortlich: Diese nahm im Kanton Luzern seit dem Jahr 2000 um 17 Prozent zu. Andererseits steigt die Lebenserwartung und ältere Personen leben häufig allein. Oder sie bleiben in der Familienwohnung, obwohl die Kinder längst ausgeflogen sind. So habe der gesellschaftliche und demografische Wandel seit den 1970er-Jahren zur markanten Verkleinerung der durchschnittlichen Haushaltsgrösse geführt.

«Haushaltsschrumpfung»

Ein Ausdruck der «Haushaltsschrumpfung» sei auch der zunehmende Wohnflächenkonsum pro Kopf. Die Siedlungsfläche nahm denn auch seit 1980 um 41 Prozent zu. Das ist ein Wachstum von 4500 Hektaren und entspricht etwa der eineinhalbfachen Grösse der Stadt Luzern.

Der Bauboom variiert im Kanton Luzern von Region zu Region. Ende 2016 war der Anteil der Neuwohnungen am Wohnungsbestand in den Regionen Sursee/Sempachersee und Seetal sowie im Agglomerationsgürtel am höchsten. Die tiefsten Werte verzeichnen die Stadt Luzern und das Entlebuch mit einem Anteil von unter einem Prozent.

Trend weg vom Einfamilienhaus hin zur Eigentumswohnung

Laut Lustat Statistik Luzern sind die Luzerner ein Volk von Mieterinnen und Mietern: 61 Prozent der bewohnten Wohnungen wurden im Jahr 2016 gemietet. Beim Wohneigentum zeigt sich, dass immer mehr Eigentumswohnungen gefragt sind. Hingegen hat die Zahl der neu gebauten Einfamilienhäuser seit Anfangs der 2000er-Jahren abgenommen - dies sowohl in absoluten Zahlen wie auch anteilsmässig an allen neu erstellten Wohneinheiten.

Viele Gemeinden wollen also weiter wachsen, weil sie so hoffen zu mehr Steuerertrag zu kommen. Diese Rechnung gehe aber nicht immer auf, sagt Ivo Willimann von der Hochschule Luzern. Er hat einen Wohnkalkulator entwickelt: «Wenn man eine Wachstumsstrategie fährt muss man sich sehr gut überlegen, wie man dies macht - wenn man damit einen finanziellen Profit erreichen will.»

Genau um dies herauszufinden, berät Willimann die Gemeinden nach Bedarf. Der Wohnkalkulator stützt sich dabei auf Daten aus dem Personen-, Steuer- oder Gebäuderegister.

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