Wollerau: Zweite Aufräumphase nach den Unwettern

Das heftige Unwetter Ende Juli über dem Bezirk Höfe verursachte Überschwemmungen in fast allen Ortschaften. Besonders stark betroffen waren die Dorfkerne von Pfäffikon und Wollerau. Nun werden die Bäche weiter ausgebaggert und ein Konsens für die langfristige Sicherung wird gesucht.

Nach dem Unwetter war vielerorts - wie hier im Postgebäude in Pfäffikon - Keller auspumpen angesagt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach dem Unwetter war vielerorts - wie hier im Postgebäude in Pfäffikon - Keller auspumpen angesagt. SRF

Das heftige Unwetter war in den beiden Nächten auf den 25. respektive 26. Juli über den Bezirk Höfe gefegt. In fast allen Ortschaften kamen es zu Überschwemmungen. Besonders stark betroffen waren die Dorfkerne von Pfäffikon und Wollerau. Dort wurden Vorgärten weggeschwemmt und Strassen, Tiefgaragen sowie Keller überflutet.

Bäche sind teilweise schwer zugänglich

Nun geht es in die zweite Phase der Aufräum-Arbeiten: Konkret müssen fünf Bäche die über die Ufer getreten waren, ausgebaggert und Steine und Geröll weggeräumt werden.

Kurt Grob, zuständiger Gemeindenrat von Wollerau sagt gegenüber Radio SRF, dass die Zugänge zu den Bächen besonders in den Oberläufen teilweise total überwachsen seien und zuerst vom Gestrüpp befreit werden müssen, um Zugang für die schweren Baumaschinen zu schaffen.

Viele verschiedene Besitzer

Ein weiteres Problem für eine langfristige Sanierung der Bäche seien die Besitzverhältnisse. Die Gebiete, welche an die betroffenen Bäche grenzen, seien teilweise in privater Hand und die Sanierung sei für einige Besitzer nicht vordringlich: «Man geht eben erst zum Zahnarzt wenn man Zahnschmerzen hat», formuliert es Kurt Grob. Ein Unwetter ähnlichen Ausmasses habe es in Wollerau letztmals 1934 gegeben.

Bei dem Unwetter in Ausserschwyz entstanden Schäden von rund sieben Millionen Franken.