Xstrata-Aktionäre stimmen für Fusion mit Glencore

Die Aktionäre des Minenkonzerns Xstrata haben am Dienstag in Zug der Fusion mit dem Rohstoffgiganten Glencore zugestimmt. Zur geplanten Fusion äussern müssen sich nun noch Wettbewerbsbehörden in mehreren Ländern.

John Bond VR-Präsident von Xstrata und Demonstranten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Aktionäre wurden auf dem Weg zur Aktionärsversammlung von Demonstranten empfangen. Keystone

Die Aktionäre des Bergbaukonzerns Xstrata haben der lange umstrittenen Fusion mit dem Rohstoffriesen Glencore zugestimmt. Sie votierten am Dienstag in Zug mit rund 90 Prozent für den Zusammenschluss beider Unternehmen zu einem neuen Giganten des weltweiten Rohstoffgeschäfts. Wenige Stunden zuvor hatten die Glencore-Aktionäre die Pläne mit noch grösserer Mehrheit abgesegnet.

Fast am Ziel

Ob der «Mega-Deal des Jahres» perfekt gemacht und der neue Konzern «Glencore Xstrata International plc» Anfang 2013 an den Start gehen kann, hängt nun von den Wettbewerbsbehörden ab. Die EU-Kommission will dazu am Donnerstag eine erste Stellungnahme abgeben.

Auch Kartellwächter in China - grösster Abnehmer für Rohstoffe auf der Welt - sowie in Australien und Südafrika können die Verwirklichung des Plans noch verhindern oder zumindest lange Zeit auf Eis legen.

Längerfristige Auswirkungen im Kanton Zug

Beide Unternehmen haben ihren Sitz im Kanton Zug. Trotz der Fusion dürfte es bei der Anzahl Stellen auf dem Platz Zug zu keinen grossen Änderungen kommen. Die beiden Unternehmen möchten nämlich vor allem im Ausland Einsparungen erzielen.

Längerfristig dürfte die Fusion dazu führen, dass der Kanton Zug und die Gemeinden mehr Steuereinnahmen verzeichnen können. Dies, weil es sich die beiden Unternehmen zum Ziel gesetzt haben, den Gewinn deutlich zu steigern.