Zentralschweizer Exporteure wehren sich gegen Frankenstärke

Viele spezialisierte kleine und mittelständische Unternehmen der Region machen einen grossen Teil ihres Umsatzes im Ausland. Am 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforum der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ war diese Internationalisierung das Thema. Und damit natürlich die Frankenstärke.

Adrian Pfenniger, CEO Trisa. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Adrian Pfenniger schilderte am IHZ-Wirtschaftsforum seine Erfahrungen mit und die Reaktion auf die Frankenstärke. zvg, Ben Huggler

Adrian Pfenniger ist seit 10 Jahren CEO des Trienger Familienunternehmens Trisa, das in vierter Generation. Einen Grossteil seines Umsatzes macht der Bürsten- und Elektronikkonzern im Ausland. Entsprechend schwierig seien die Tage und Wochen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar gewesen, erklärte er am 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforum.

Auch wenn er den Entscheid und vor allem dessen Umsetzung auch kritisierte, schwarz malen wollte Pfenniger nicht. Er habe auf Innovation gesetzt, auf Gespräche mit der Kundschaft und der Belegschaft und auf das grosse Plus, ein Familienunternehmen zu sein.

Sie hätten aus Währungskrisen der letzten Jahre und Jahrzehnte gelernt, hätten im Familienkonzern entsprechend Reserven anlegen können. Von diesem langfristigen Denken hätten sie nun profitieren und den Weiterbestand des Unternehmens garantieren können. Für ein börsenkotiertes Unternehmen, das den Fokus stark auf die Investoren zu setzen habe, sei dies deutlich schwieriger.

Zentralschweiz gut für KMU

Die Zentralschweiz sei ein guter Boden für exportorientierte Unternehmen, erklärte Pfenniger weiter. Man müsse aber Sorge tragen zum Werkplatz - und damit auch zum qualifizierten Personal.