Zuger Kantonsrat kürzt beim Personal und bei den Lehrern

Im Kantonsparlament wird über das zweite Paket der Sparmassnahmen diskutiert. Die Regierung stellt Kürzungen von 42 Millionen Franken zur Diskussion. Erste Kürzungen betreffen die Einstufungen des Staatspersonals, Entlastungslektionen für ältere Lehrer und Reka-Cheks für Angestellte.

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Bildlegende: Das Zuger Kantonsparlament diskutiert über Sparmassnahmen in der Höhe von 42 Millionen Franken. Keystone

Der Zuger Kantonsrat hat bei der Debatte um das 42-Millionen-Sparpaket die ersten Kürzungen beschlossen: Bei der Einstufung des Staatspersonals soll es künftig 19 statt wie bisher 10 Lohnklassen geben. Lohnerhöhungen fallen somit kleiner aus.

Die gesamte Beförderungssumme, welche auf die Mitarbeiter verteilt werden kann, soll künftig zudem nicht mehr fix sein, sondern jedes Jahr neu bestimmt werden. Der Kantonsrat entschied, dass er dies im Rahmen der Budgetdebatte gleich selber übernehmen will.

Gespart wird auch bei den Lehrern: Ältere Lehrerinnen und Lehrer sollen ab einem Alter von 55 Jahren nicht mehr mit zwei Entlastungslektionen geschont werden, sondern nur noch mit einer. Ab 60 sollen sie aber auch künftig bei gleichem Lohn zwei Lektionen weniger unterrichten dürfen.

18 Millionen von den Gemeinden

Zur Kasse gebeten werden auch die Zuger Gemeinden: Sie sollen bis 2019 jedes Jahr insgesamt 18 Millionen Franken an den Kanton abliefern, damit dieser seinen Haushalt sanieren kann.

Eine Abfuhr musste die Zuger Regierung allerdings hinnehmen: Nichts wissen wollte das Parlament von privaten Sponsoren zur Finanzierung von Staatsaufgaben. Eine Mehrheit des Kantonsrats fand diesen Vorschlag zu heikel. Interessenskonflikte seien da vorprogrammiert.

Diese Beschlüsse sind aber noch nicht definitiv. Bei der Debatte vom Donnerstag handelte es sich um die erste Lesung. Die zweite mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. Das zweite Paket des Sparprogrammes beinhaltet Kürzungen von 42 Millionen Franken.