Zuger «Kirschtortenplatz» ist gegessen

Das Thema «Kirschtortenplatz» ist für den Zuger Stadtrat Geschichte: Nach einem längeren Rechtsstreit verzichtet er darauf, den nördlichen Teil des Bundesplatzes nach der bekannten Spezialität umzubenennen.

Ein Stück Torte mit Puderzucker und kandierter Kirsche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Zuger Gebäck wird nun doch nicht zum Namensgeber. Keystone

Es begann vor drei Jahren: Im Hinblick auf das 100-Jahr-Jubiläum der Kirschtorte sprach sich der Zuger Stadtrat für die Umbenennung des Bundesplatzes aus.

Eine Eigentümerschaft aus der Umgebung legte gegen diesen Vorschlag Beschwerde ein. Nach längerem Rechtsstreit hiess das Zuger Verwaltungsgericht diese im April gut. Es sei nur mangelhaft begründet worden, weshalb die geplante Namensänderung angemessen sei.

Öffentliches Interesse fehlt

Jetzt will der Zuger Stadtrat auf die Bezeichnung «Kirschtortenplatz» verzichten. Wollte er an der Umbenennung festhalten, müsste er gemäss Verwaltungsgericht darlegen, dass am neuen Namen ein öffentliches Interesse besteht. Dazu ist eine öffentliche Umfrage nötig.

Diese wäre aber mit einem grossen Aufwand verbunden. Zudem sei ein Jahr nach dem 100-Jahr-Jubiläum der Kirschtorte das öffentliche Interesse an einer Namensänderung nicht mehr gleich gross, schreibt der Regierungsrat in einer Medienmitteilung.