Zwischenfall bei den Titlis-Bergbahnen: Bund will Klarheit

Schreckmomente bei den Titlis-Bergbahnen: Gondeln kollidierten am Wochenende mit Tannen. Verletzt wurde niemand, aber viele Fahrgäste wurden durchgeschüttelt. Bei den Titlis-Bergbahnen klärt man die Ursachen ab. Das Bundesamt für Verkehr wartet nun auf einen Bericht.

Gondelbahn im Winter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf der Strecke der Gondelbahn Engelberg-Gerschni-Trübsee kam es zum Zwischenfall. Keystone

Der Vorfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen kurz vor 9 Uhr. Eine Gondel der Bahn Gerschni-Trübsee fuhr in eine Tanne. Für ein paar Augenblicke wurde die Gondel zurückgehalten. Anschliessend fuhr die Gondel mit einer extremen Schwingbewegung weiter.

Kurz darauf wurde die Bahn abgestellt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Nach rund anderthalb Stunden fuhr die Gondelbahn wieder. Peter Reinle, Marketingleiter der Titlis-Bergbahnen bestätigt einen entsprechenden Bericht der «Neuen Obwaldner Zeitung».

Die Ursache werde nun abgeklärt. «Es ist möglich, dass es wegen des vielen Schnees Bäume gegen die Gondel-Strecke gedrückt hat», sagt Reinle gegenüber Radio SRF.

Obwohl der Vorfall glimpflich abgelaufen ist, müssen die Titlis-Bergbahnen den Vorfall dem Bundesamt für Verkehr BAV melden. «Seilbahnunternehmen, die eine Bundeskonzession haben, unterstehen einer Meldepflicht», sagt BAV-Sprecher Jürg Walpen auf Anfrage. Dies gelte auch bei Zusammenstössen von Gondeln mit Hindernissen. «Diese Fälle müssen innert 30 Tagen gemeldet werden», so Walpen.

Die Titlis-Bergbahnen wollen nun in den nächsten Tagen Kontakt aufnehmen mit dem BAV. Die Kontrollen auf dem betreffenden Streckenabschnitt würden nicht verstärkt, so Peter Reinle. «Die Schneefälle der letzten Tage waren wirklich ausserordentlich.» Und das BAV habe den Titlis-Bergbahnen bisher immer attestiert, dass die Bahn gut unterhalten und sicher sei.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr