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Zürich Schaffhausen 1. Mai: Verschiedene Startzeiten sorgen für leisen Missmut

In Zürich gehen der Gewerkschaftsbund und das 1. Mai-Komitee erstmals getrennte Wege, was den Beginn der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit betrifft. Während der offizielle Umzug um 10 Uhr beginnt, besammelt sich das Komitee bereits um 9 Uhr an einem separaten Ort.

Der Präsident des Zürcher Gewerkschaftsbunds, Markus Bischoff, läuft ein Transparent haltend am 1. Mai-Umzug 2014 vor.
Legende: Markus Bischoff (ganz links) hofft auf einen friedlichen 1.Mai, an dem die Inhalte gehört werden. Keystone

«Ein gemeinsamer Start wäre sicherlich schöner gewesen», sagt Markus Bischoff, der Präsident des Gewerkschaftsbunds des Kantons Zürich (GBKZ), zum Alleingang des 1. Mai-Komitees. Man müsse nun damit leben. Glücklich tönt anders. Das 1. Mai-Komitee, welches das grosse Fest auf dem Kasernenareal organisiert, will aber nicht von einer Abspaltung sprechen. Niemand könne den 1. Mai für sich pachten, kommentiert Komitee-Sprecher Luca Maggi die Wahl eines eigenen Besammlungsorts. Ausserdem habe es gute Gründe dafür gegeben.

Man wolle bereits den Morgen des 1. Mai politisch gestalten, so Maggi. Und für Reden und Diskurse sei der Helvetiaplatz nun einmal geeigneter als «eine tote Strassenschlucht wie die Lagerstrasse». Ausserdem stört das 1. Mai-Komitee die Nähe der Lagerstrasse zur Europaallee. «Sie ist ein Symbol der Ausgrenzung, sie unterteilt Zürich in arm und reich», sagt Luca Maggi.

Im Hauptumzug wieder beieinander

Der Gewerkschaftsbund hat allerdings kein Problem mit der räumlichen Nähe der Europaallee zum offiziellen Ausgangspunkt des 1. Mai-Umzugs an der Lagerstrasse. Der Ort habe sich in den vergangenen Jahren bewährt, findet Bischoff. Die Demonstration wird sich nach 10 Uhr langsam Richtung Sechseläutenplatz bewegen. Bis dahin werden auch die über 50 Mitgliedorganisationen des 1. Mai-Komitees zum Zug des GBKZ aufgeschlossen haben.

Einig sind sich beide Organisatoren darin, was es für einen gelungenen Tag der Arbeit in der Stadt Zürich braucht: Viele Menschen, die laut aber friedlich für Gerechtigkeit und gegen Ausgrenzung auf die Strasse gehen.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 06:32 Uhr)

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3 Kommentare

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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Ich frage mich, weshalb ein so wichtiger Anlass von den gewohnten kritischen Stimmen der Linkenhasser nicht ueberschwemmt wird. Hier wäre doch die ideale Gelegenheit, die eigenen Leistungen für die arbeitende Bevölkerung herauzustr
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Auf einem Kalenderblatt des 1. Mai gefunden passt dieses Zitat doch wunderbar als Antwort auf Ihr Statement hier:" Der Zweifler ist ein Sucher abseits des Rampenlicht, weil er sich nicht blenden lassen will." :-) Aber gut, Mitte-Rechts-Parteien hätten die 1. Mai-Umzüge als Plädoyer für die Unabhängigkeit der Schweiz benützen können, weil ab 2. Mai 1798 die Unabhängigkeitskämpfe in Schwyz statt gefunden haben. Ein Privileg, welche jetzt die netten Linken zu Gunsten der EU wieder aushebeln wollen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Gleichgesinnte Gruppierungen (Gewerkschaften, Komitees, Verbände) können halt auch einmal ungleicher Meinung sein. Das ist menschlich! Da es sich um linke Gruppen (und um den 1. Mai) handelt, bleibt das Forum leer! Stellen wir uns mal vor, am Nationalfeiertag (1. August), würden sich volksnahe Parteien oder Gruppen schon im Vorfeld um Fest-(Feier)-Plätze und Strassenrouten streiten: Innert wenigen Stunden hätten sich hier im SRF-Forum Dutzende von hasserfüllte Kommentare angehäuft!
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