Zürcher Staatsarchiv 18 neue Kilometer für das Zürcher Gedächtnis

Sie füllen ein Gebäude nach dem anderen: die Akten des Kantons Zürich. Jahr für Jahr kommt bis zu einem Laufkilometer neues Material hinzu. Der Kanton Zürich braucht Platz und erweitert das Staatsarchiv auf dem Gelände der Universität Irchel nun bereits zum zweiten Mal.

Trotz Digitalisierung: Im Kanton Zürich wächst der Aktenberg kontinuierlich. Jedes Jahr kommt im Zürcher Staatsarchiv rund ein Laufkilometer neues Material hinzu. Und weil die Lagerkapazitäten in zwei Jahren erschöpft sind, erweitert der Kanton Zürich sein Gedächtnis - um weitere 18 Laufkilometer.

Mehr Platz bis ins Jahr 2035

Im ersten Quartal 2019 soll der zweite Erweiterungsbau des Staatsarchivs fertig sein. Vor allem unterirdisch soll neuer Platz geschaffen werden für Behördenakten, für Bild- und Tondokumente. Heute haben Justizdirektorin Jacqueline Fehr, Kantonsbaumeister Matthias Haag und Staatsarchivar Beat Gnädinger den Spatenstich für den Bau vorgenommen.

Die zweite Erweiterung des Staatsarchivs schliesst nahtlos an die erste an. Im Erdgeschoss werden die Publikumsbereiche durch mehrere Konsultationsräume erweitert. Und im Obergeschoss entstehen Räumlichkeiten, um die Aktenbestände zu erschliessen. Zusätzlich werden die bestehenden Werkstätten für die Restaurierung von Material erweitert. Der Platz im dritten Staatsarchiv-Gebäude soll bis 2035 reichen - dann wäre Bau 4 fällig.

Die Geschichte des Zürcher Staatsarchivs

Der Kanton Zürich brachte das Staatsarchiv 1982 in einem Neubau auf dem Gelände der Universität Irchel unter. Im Gebäude lagern vor allem Regierungs-, Kantonsrats-, Gerichts- und Behördenakten - aber auch Unterlagen von Parteien sowie Bild-, Ton-, und Filmdokumente. Weil der Platz schon bald knapp wurde, folgte im Jahr 2006 ein erster Erweiterungsbau. Dessen Kapazitäten neigen sich 2019 dem Ende zu, was eine erneute Erweiterung nötig macht. Deshalb soll Neubau Nummer 3 Abhilfe schaffen - Kostenpunkt: 25 Millionen Franken. Hauptsächlich unterirdisch soll der Neubau bis 2035 neuen Raum bieten.