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50 Jahre Tibet in Zürich Dalai Lama feiert Jubiläum des Tibet-Instituts Rikon

Das geistige Oberhaupt der Tibeter besucht die Tösstaler Gemeinde und feiert in Winterthur das 50-Jahr-Jubiläum des Tibet-Instituts.

Legende: Audio Der 83-jährige Dalai Lama besucht das 50-jährige Tibet-Institut in Rikon. abspielen. Laufzeit 04:31 Minuten.
04:31 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 21.09.2018.

Hunderte von Exil-Tibeterinnen und -Tibetern versammelten sich am Freitag in traditioneller Kleidung im Garten des buddhistischen Klosters von Rikon, um den 14. Dalai Lama zu empfangen. Er nähert sich unter einem schwarzen Schirm, der Schatten spenden soll, eskortiert von Mönchen in roten Gewändern, aber auch von breitschultrigen Sicherheitsmännern in schwarzen Anzügen.

Wie Tibet ins Tösstal kam

Die ersten 22 Tibeterinnen und Tibeter trafen 1961 in Rikon ein. Die dortige Pfannenfabrik Kuhn hatte sich bereit erklärt, einer Gruppe von Flüchtlingen Wohnraum und Arbeitsplätze zu bieten. Weitere Flüchtlinge folgten nach. Unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama entstand 1968 in Rikon dann ein buddhistisches Kloster als geistiges und kulturelles Zentrum für die stetig wachsende Tibetergemeinde. Es war das erste solche Kloster ausserhalb Asiens. Um das Schweizer Gesetz auszutricksen, das damals keine fremden sakralen Bauten zuliess, nannte man es Tibet-Institut. Der Dalai Lama hat Rikon in den vergangenen 50 Jahren bereits 14 Mal besucht.

Das Sicherheitsaufgebot zum 15. Besuch des geistigen Oberhaupts von Tibet ist gross. Vor dem Eingang zum Klostergarten werden alle Besucher von der Polizei durchsucht. Zum Zeremonienraum sind nur eine Handvoll Ehrengäste und ausgewählte Medienvertreter zugelassen. Die Zeremonie wird auf eine Grossleinwand im Garten übertragen.

Es genügt nicht, als Flüchtling zu überleben.
Autor: Dalai Lamageistiges Oberhaupt der Tibeter

Nach den traditionellen Gesängen sowie der Darreichung von Buttertee und Reis richtet sich der Dalai Lama mit seiner Botschaft an die Anwesenden. Es genüge nicht, als Flüchtlinge zu überleben, sagt er. Die Tibeterinnen und Tibeter weltweit müssten auch ihre Kultur bewahren. Der Dalai Lama spickt seine Rede mit Anekdoten aus seinem Leben.

Auch mit Tempeln und Gebeten sei es nicht getan, mahnte der Dalai Lama weiter. Der Buddhismus müsse auch modernes Wissen integrieren. Dann wechselt der höchste Tibeter ins Englische und nennt seinen heutigen Besuch ein Treffen alter Freunde. Und schenkt seinen Zuhörerinnen und Zuhörern zum Schluss sein berühmtes herzliches Lachen.

Am Samstag fand die offizielle Feier in der Eulachhalle in Winterthur statt. Der Dalai Lama wurde dort von hunderten Besuchern empfangen, Vertreter der Stadt- und der Kantonsregierung überbrachten Glückwünsche.

Die Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum des Tibet-Institut Rikon gehen am Wochenende weiter. Die Zeremonie des Dalai Lama im Zürcher Hallenstadion ist ebenfalls ausverkauft.

Legende: Video Gut integriert dank Kloster abspielen. Laufzeit 07:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.09.2018.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: China, welches die halbe Schweiz aufkauft und unseren Firmen den Stempel aufdrückt, soll der Bundesrat noch Respekt zollen? Meinetwegen hätte es kein Freihandelsabkommen mit dem Reich der Mitte gebraucht. Lieber ein Freihandelsabkommen mit Tibet, das wäre sympathischer, egal, wenn der Zorn Chinas über uns hereinbrechen sollte,
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Also, wenn ich Bundesrätin wäre, liesse ich mich keineswegs von China einschüchtern und würde dem Dalai Lama ganz nett die Hand schütteln und mit ihm ein paar freundliche Worte wechseln und ganz offiziell die Freude über seinen Aufenthalt in der Schweiz ausdrücken. . Ich finde es unerhört, dass die Landesregierung einem Land, welches die Menschenrechte mit Füssen tritt, Rücksicht entgegenbringt. Schliesslich war sie es, welche damals die tibetischen Flüchtlinge aufnahm.
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