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Zürich Schaffhausen 57 Betreibungen - Sauber verspricht, bald fliesse Geld

Trotz angekündigtem Sponsorenvertrag mit russischen Investoren hat der Formel-1-Rennstall Sauber aus Hinwil offenbar noch Finanzprobleme. 57 Betreibungen sind eingegangen, darunter eine der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich. Sauber betont allerdings, das Geld aus Russland fliesse bald.

Legende: Video «Sauber in Geldnot» abspielen. Laufzeit 4:40 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 14.11.2013.

57 Betreibungen sind auf dem Auszug aus der Betreibungsliste aufgeführt, welche die «Handelszeitung» publiziert hat. Die geschuldete Summe beläuft sich auf über eine halbe Million Franken. Eine Betreibung stammt von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich. Sie verlangen einen Betrag von 50'000 Franken, wie ein EKZ-Vertreter bestätigt hat.

Sollten die Gläubiger endgültig die Geduld verlieren, könnten sie auch ein Konkursverfahren eröffnen - was für den Betrieb des Rennstalls gravierende Folgen haben könnte.

Wenn gut gesinnte Firmen Betreibungen einleiten

Sauber wird auch von Firmen betrieben, die eigentlich weiterhin an einer Geschäftsbeziehung mit dem Rennstall interessiert sind - wie zum Beispiel ein Kreditkartenunternehmen oder ein Hotel. Das sei ein schlechtes Zeichen, sagt Bruno Crestani, als Stadtammann und Betreibungsbeamter der Stadt Zürich ein Experte für solche Fragen: «Ich glaube, das ist tatsächlich ein Indiz dafür, dass es um Sauber nicht sehr gut steht».

«Vertrag mit Russen kurz vor dem Abschluss»

Sauber streitet die finanziellen Schwierigkeiten nicht ab. Gegenüber dem SRF Formel 1-Experten Michael Stäuble sagte Sauber-CEO Monisha Kaltenborn, die finanzielle Situation sei nicht bereinigt, es gebe noch Engpässe. Die Rechnung des EKZ habe man am Donnerstag bezahlt.

Sauber betont trotz der Geldprobleme, man sei aber absolut zuversichtlich, was den Deal mit den russischen Partnern betreffe. Im Juli hatte Sauber eine Zusammenarbeit mit russischen Investoren angekündigt.

Der Vertrag stehe kurz vor dem Abschluss, sagt Kaltenborn - die Voraussetzung, dass Geld fliesst. Eine Aussage, die Experte Michael Stäuble für plausibel hält. Trotz Betreibungen ist Sauber also noch nicht aus dem Rennen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Der Vertrag stehe kurz vor dem Abschluss, das hiess es doch schon im Sommer. Wer mit den Russen ein Geschäft machen will, muss den Finger rausnehmen, dieser Vertragsabschluss zieht sich aber bereits viel zulange hin, ich nehme an, den Leuten stinkt es bereits, drumrum reden zu müssen, wer denn eigentlich was zu sagen habe und wer von den Bestehenden vielleicht nachher noch 'bestehend' sein werde. Es befiehlt, wer zahlt, und wer was kauft, was noch 'Pendenzen' hat, übernimmt nur ungern Altlasten.
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  • Kommentar von Think positive, Zürich
    @ernst jacob Nun, selbstverständlich kann es einen Zusammeng geben zwischen grösserem Budget (Input) und guten Resultaten (Output). Das heisst aber nicht dass weniger Budget automatisch zu schlechteren Resultaten führt. Die Effizienz ist der "Filter" zwischen Input und Output --> 4. Platz von Hülk!! Also, wie ein weiser Mann schon sagte: für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung die einfach einleuchtend und falsch ist ;-)
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Natürlich ist Sauber aus dem Rennen, ein Auto, dass keine Siege liefert, macht auch keinen Sinn. RedBull hat die ganze Branche aufgerollt, und bewiesen, dass es nur mit genug Geld und 110 Prozent Einsatz möglich ist, alle anderen grossen Player hinter sich zu lassen. Und wenn schon alle diese Firmen momentan keine Chance haben, ganz vorn mitzufahren, wie sollte den Sauber es noch schaffen können? Finden wir uns damit ab, dass Sauber einfach zu klein ist, um in der F1 noch mitspielen zu können.
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