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Legende: Audio Die Unia macht am Frauentag männliche Strassennamen weiblich abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 08.03.2019.
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Aktion zum Frauentag Zürichs Strassenschilder werden über Nacht weiblich

Der «Thomasweg» wurde zum «Taminiqueweg»: Die Unia verwandelte Zürichs männliche Strassennamen über Nacht in weibliche.

Frauen sichtbarer machen, mit einer Nacht- und Nebelaktion: Die Gewerkschaft Unia überklebte in der Nacht auf Freitag in Zürich zahlreiche männliche Strassennamen und machte sie weiblich. Über hundert Schilder wurden bearbeitet. Beispiele sind:

Zürichs Strassen werden weiblich

Alter Strassenname
Weiblicher Strassenname
ThomaswegTaminiqueweg
JosefstrasseMariastrasse
ErismannstrasseErisfraustrasse

Von 447 Strassen in Zürich, die nach prominenten Persönlichkeiten benannt wurden, würden nur 54 weibliche Namen tragen, schreibt die Gewerkschaft. Das sei ein typisches Zeichen dafür, dass Frauen in der Öffentlichkeit weniger sichtbar seien als Männer.

Nicht nur Strassenschilder wurden überklebt, die Gewerkschaft hängte in der ganzen Stadt auch Schilder auf, mit Geschichten von Frauen an ihrem Arbeitsplatz. Damit will sie auf problematische Arbeitsbedingungen des weiblichen Geschlechts aufmerksam machen.

Ein Strassenschild für Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch mit dem Namen: Königin-Corine-Strasse.
Legende: Auch Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch hat einen Strassennamen erhalten. Unia

Hat die Aktion Folgen?

Die Aktion könnte für die Gewerkschaft Unia Zürich-Schaffhausen noch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt, dass sie schon vor der Aktion letzte Nacht Personen kontrolliert und Material beschlagnahmt habe. Das Überkleben von Strassennamen sei nicht gestattet, weil zum Beispiel Sanitäter oder die Polizei in Notfällen wie Verkehrsunfällen auf korrekte Strassenangaben angewiesen sei. Zudem dürfe der öffentliche Grund nicht verunstaltet werden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Ludwig  (Heinz Ludwig)
    Da kann Mann Frau nur noch gratulieren
    Wenn das die Kernkompezenz der Gewrkschaft ist: BRAVO
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  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Frueher stand in den Zeitungen, Buecher, etc.: der Bewohner, der Buerger, der Verantwortliche, usw. Es hatte absolut nichts zu tun mit den Geschlechtern, es war eine neutrale Form. Niemand war gekraenkt. Aber ploetzlich wurde aus etwas Neutralem ein Politikum gemacht und das nicht mehr zu stoppen ist. Jemand sollte den Buerger#innen erklaeren, dass die fruehere Form die Beste ist. An einem Text ist doch nur der Inhalt wichtig und nicht das Geschlecht.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    @Jürg Brauchli, ich stimme Ihnen zu. Auf die Strasse gehen und Forderungen stellen ist das eine! Selber aktiv werden und die Initiative ergreifen, wäre dann das andere.
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