Alle möchten ein Fussballstadion, aber die Hürden bleiben hoch

Der Zürcher Stadtrat macht noch einen Anlauf und sucht private Investoren für ein Fussballstadion auf dem Hardturm. Politiker von links bis rechts begrüssen dies. Aber sie bleiben skeptisch, ob sich eine private Finanzierung verwirklichen lässt.

Ein Kuchen in der Form des geplanten Hardturm-Stadions wartet auf einem Transportwagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immerhin existierte das Zürcher Fussballstadion auf dem Hardturm schon mal als Torte. Keystone

Die Bedenken sind gross, offene Fragen gibt es viele. Dazu gehört etwa, wie viel die Stadt Zürich immer noch an ein Stadion auf dem Hardturm-Areal zahlen müsste. Denn damit rechnet der Zürcher Stadtrat weiterhin, wie er am Mittwoch mitteilte. Und dieser städtische Beitrag dürfte auch in der neuen Debatte eine wichtige Rolle spielen. Schliesslich waren die Kosten das Hauptargument der Gegner, als diese vor einem Jahr die Abstimmung zum Stadionkredit knapp gewannen.

Schön wäre es, aber....

Zürcher Gemeinderäte von rechts bis links wagten auf Anfrage deshalb keine Prognose. Sie waren sich alle einig, dass es wünschenswert wäre, wenn Zürich doch noch ein «echtes» Fussballstadion bekäme. Die Hürden seien aber gross.

Markus Knauss (Grüne) befürchtet etwa, «dass auch ein privater Investor am Schluss auf die Stadtkasse zurückgreift». Im Gegensatz dazu gibt Urs Egger (FDP) zu bedenken, dass ein privater Investor möglichst viel Rendite von einem Nachbargrundstück herausholen müsse, um das Stadion zu finanzieren: «Das sind dann natürlich nicht bloss dreistöckige Einfamilienhäuser, die da gebaut würden. Das ist ja wohl klar.» Ob es da nicht wieder Widerstand der Nachbarschaft gebe?

Alle Befragten begrüssten aber, dass der Stadtrat das Thema Stadion nochmals angestossen hat.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:30 Uhr)