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Zürich Schaffhausen Alles fürs Velo

Der Zürcher Gemeinderat spricht 13,5 Millionen Franken für einen neuen Veloabstellplatz am Hauptbahnhof Zürich. Ausserdem soll der Stadtrat prüfen, wie Private den geplanten, automatischen Fahrradverleih in der Stadt einrichten und betreiben könnten.

Veloabstellhalle unter dem Hauptbahnhof Zürich
Legende: In der neuen Velostation am Hauptbahnhof Zürich sollen 1750 Fahrräder Platz haben. Keystone

Der 13,5 Millionen Franken-Kredit für die geplante Velostation wurde zwar mit 90 zu 22 Stimmen problemlos genehmigt. FDP, Grünliberale, CVP und auch die AL kritisierten aber die hohen Kosten.

Aufgabe der Stadt?

Viel zu diskutieren gab auch der automatische Veloverleih, den die Stadt seit 5 Jahren plant. Etwa 1500 Velos sollen an rund 100 Stationen Platz haben. Welches System installiert werden soll, und wer den Verleih betreibt, ist jedoch noch offen.

Der Stadtrat erhält noch einmal 12 Monate Zeit, um eine Vorlage auszuarbeiten. Gleichzeitig lancierten FDP, Grünliberale, CVP und EVP gemeinsam einen Vorstoss, der dem Stadtrat aufträgt, eine Möglichkeit zu prüfen, wie der Veloverleih von Privaten getragen werden kann. Die Postulanten machten zudem klar, dass sie einen von der Stadt betriebenen Veloverleih nicht unterstützen würden. Es sei nicht Aufgabe der Stadt, einen Veloverleih zu betreiben. Der Vorstoss wurde auch von der SVP unterstützt, die ein Veloverleihsystem generell ablehnt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Heiri Kugler, UdonThani
    7'700 Franken für einen Veloparkplatz - und wie hoch ist der jährliche Beitrag für ein Velo an die Infrastruktur-Kosten? Ich vertraue darauf, dass das vielzitierte Verursacherprinzip auch hier gilt.
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    1. Antwort von M. Steiner, ZH
      Nicht nur die Infrastrukturkosten sind zu decken. Auch die bei Autos immer wieder vorgebrachte Beanspruchung des öffentlichen Raumes muss abgegolten werden. Das heisst auch für bestehende Veloparkplätze pro Tag nicht weniger als 5.--, im Parkhaus dürften es dann 8-10 werden. Alles andere wäre die Entlarvung linker Automobilverbrämung als Neiddiskussion (Umweltaspekte sind heute nicht mehr der Bringer...). Im Sinne der Rechtsgleichheit erwarte ich, dass das so kommt!
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