An 300 Tagen freie Sicht aufs Opernhaus

Auf dem Zürcher Sechseläutenplatz sollen höchstens an 65 Tagen im Jahr Veranstaltungen statt finden. An den übrigen 300 soll der Platz frei zugänglich sein. Das fordert ein überparteiliches Komitee. Die erste Hürde hat das Volksbegehren bereits genommen.

Sechseläutenplatz mit jugen Menschen, die die Sonne geniessen und am Boden sitzen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Flanieren, quatschen, spielen: Der Zürcher Sechseläutenplatz soll für alle Platz bieten. Keystone

16'000 Quadratmeter gross ist der neue Sechseläutenplatz. Damit ist er der grösste Platz der Schweiz. Geht es nach dem Stadtrat, soll der Sechseläutenplatz an mindestens 180 Tagen für die Bevölkerung frei zugänglich sein, davon 120 Tage zwischen März und Oktober.

In Wirklichkeit sieht das aber anders aus. Im Jahr 2014 war der Platz während der Sommermonate 147 Tage besetzt – darunter während eines Monats vom Circus Knie sowie dem House of Switzerland während der Leichtathletik-EM.

Platz machen

Nun fordert ein überparteiliches Komitee, dass der Platz nur noch an höchstens 65 Tagen belegt werden darf. Welche Veranstaltungen auf dem Platz stattfinden sollen oder nicht, sei Sache des Stadtrats, erklärt Komiteemitglied Martin Knauss, der für die Grünen im Gemeinderat politisiert. Die Initiative lasse hier bewusst einen möglichst grossen Spielraum. Hinter dem Komitee stehen unter anderem einzelne Parteivertreter von SP, AL und Grüne.

Die Initiative «Freier Sechseläutenplatz» hat gemäss Sitzungsprotokoll des Stadtrats die amtliche Vorprüfung bestanden. Der Initiativtext wird am 25. Februar amtlich publiziert. Die Sammelfrist für die notwendigen 3000 Unterschriften läuft bis am 25. August.