Aufschrei bei den Zürcher Fluglärmorganisationen

Das Ja des Nationalrats zum Fluglärmstaatsvertrag empört die Zürcher Bürger- und Gemeindeorganisationen. Der Winterthurer Nationalrat und Präsident der Verkehrskommission findet hingegen, dass der Vertrag die beste Lösung ist für die Schweiz.

Flugzeug hebt über Rapsfeld ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Ja des Nationalrates zum Staatsvertrag erntet in Zürich viel Kritik. Keystone

Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat dem Fluglärmstaatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland zugestimmt. Markus Hutter, Nationalrat aus Winterthur, ist zufrieden. Dies sei ganz klar die beste Lösung, sagt der Präsident der Verkehrskommission gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Mit diesem Staatsvertrag setzen wir nun Deutschland unter Druck.» Es sei ein klares Zeichen gegen Nachverhandlungen, so Hutter weiter.

Harsche Kritik aus Zürich

Alles andere als gut, bezeichnet Thomas Morf das Ja des Nationalrates. Der Präsident des Vereins «Flugschneise Süd - Nein» ist empört: «Das ist ein Skandal für die Bevölkerung rund um den Flughafen.» Wenig erfreut zeigt sich auch die breite Allianz «Nord-Ost-West». Das Parlament habe die Chance verpasst, zunächst die noch offenen Fragen zu Sicherheit, Lärmverteilung und SIL-Verfahren zu klären, heisst es in einem Communiqué.