Bald soll «Hans» wieder Strom liefern

Seit eineinhalb Jahren steht das als Weltneuheit angepriesene Windrad «Hans» still. Kurz nach Inbetriebnahme riss ein Sturm den Flügel eines Rotors ab. Nächste Woche nun soll das Hightech-Windrad in Beringen nun wieder laufen.

Eine Konstruktion mit zwei Stangen, die sich wie ein "V" aufspalten. Darauf liegt ein Querbalken, an dem drei Rotoren befestigt sind. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An die Arbeit, «Hans». Nach langer Reparaturphase soll das Windrad wieder drehen. zvg (EKS)

Es ging viel länger, als der Andelfinger Konstrukteur Hans Wepfer gehofft hatte. Seit Dezember 2014 war sein Vorzeige-Objekt ausser Betrieb. Nun hängen drei neue Rotoren an der Kleinwindanlage «Hans» in Beringen. Sie sind aus stärkerem Karbon als die älteren, die ein Sturm damals zerstörte.

Die lange Zeit der Reparatur war nicht einfach für Hans Wepfer. Fachleute haben öffentlich Zweifel geäussert, ob die Anlage die versprochene Leistung erbringen kann.

Spurlos sei die Kritik nicht an ihm vorbeigegangen, so Wepfer: «Wir haben diese Berichterstattung über uns ergehen lassen und danach aufgerappelt.» Abbringen von seiner innovativen Idee liess er sich aber nicht.

Ein Jahr Testbetrieb

Offenbar mit Erfolg: Das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen (EKS) möchte die neuartige Anlage nach wie vor auf den Markt bringen.

Geschäftsführer Thomas Fischer gibt der Idee eine neue Chance: «Wenn man innovativ sein will, muss man halt Projekte angehen, die gewisse Risiken bergen.»

Zurzeit steht das Windrad noch still, weil die Messanlage neu verkabelt werden muss. Nächste Woche soll ein Testbetrieb starten, der auf sechs bis zwölf Monate geplant ist.