Pionierarbeit in Uster Beschäftigungsprogramm für Flüchtlingsfrauen ist auf Kurs

Uster geht bei der Integration von Flüchtlingen neue Wege. So sollen in der Stadt im Zürcher Oberland vermehrt auch weibliche Flüchtlinge in Beschäftigungsprogramme eingebunden werden. Die Bilanz nach einem halben Jahr zeigt: Das Projekt ist auf Kurs. Es tauchen aber auch Probleme auf.

Eine Frau arbeitet auf einem Feld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Arbeit von Anfang an: Auch für Flüchtlingsfrauen (Symbolbild) Keystone

Die Stadt Uster will Flüchtlinge mit einem Arbeitsprogramm besser integrieren. Sie sollen so die Schweizer Werte kennenlernen – indem sie zum Beispiel die Velostation am Bahnhof Uster bewachen. Das Ziel der Stadt Uster: Nicht nur Männer sollen an diesem Beschäftigungsprogramm teilnehmen, auch Frauen sollen über die Arbeit besser integriert werden. «Das Beschäftigungsprogramm soll ein Abbild unserer Gesellschaft sein», sagt Barbara Thalmann, Sozialvorsteherin der Stadt Uster. «Dass Frauen jedoch solche Arbeiten nicht von Montag bis Freitag ausüben können, leuchtet auch ein. Einige von ihnen müssen sich zu Hause auch noch um die Kinder kümmern.»

Jede sechste Person im Arbeitsprogramm ist weiblich

Die Bilanz nach einem halben Jahr fällt positiv aus. Die Bereitschaft der Frauen, am Programm teilzunehmen, ist gross. Es tauchen jedoch auch immer wieder Probleme auf. So ist es relativ schwierig, eine geeignete Arbeit für Frauen zu finden. Dies zum Beispiel, weil Flüchtlinge auf dem bestehenden Arbeitsmarkt niemandem einen Job wegnehmen dürfen. «In Uster können weibliche Flüchtlinge beispielsweise alte Kleider flicken, in einer Flickstube der Caritas», so Thalmann. Sie sei aber um weitere Angebote froh. Bislang ist jede sechste Person im Ustemer Beschäftigungsprogramm weiblich. Und diese Zahl soll weiter steigen.