Nach Baumsturz Bessere Kontrollen im Seilpark Neuhausen

Ganz plötzlich ist am Samstag im Seilpark Neuhausen am Rheinfall ein Baum umgefallen. Nun gibt es mehr Kontrollen.

Klettern im Seilpark Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rund 130 Bäume im Seilpark Neuhausen am Rheinfall mussten nach dem Baumsturz untersucht werden. ZVG

Es war ein Schock für die Betreiber des Seilparks in Neuhausen am Rheinfall, als letzten Samstag einfach ein Baum umfiel. Rund 50 Personen waren zu diesem Zeitpunkt im Park, verletzt wurde niemand. Der Geschäftsführer des Seilparks, Dieter Obrist, sagt, sie hätten nun ihr Sicherheitskonzept angepasst.

SRF: Letzten Samstag ist im Adventure Park Rheinfall ein Baum umgestürzt. Wie konnte das passieren?

Dieter Obrist: Zuerst war das für uns unerklärlich. Wir haben einen Spezialisten, der unsere Bäume regelmässig kontrolliert. Es hat sich nun herausgestellt, dass ein Pilz, eine versteckte Fäule im Wurzelbereich, den Baum zu Fall gebracht. Das konnten wir nicht wissen.

Seit Samstag sind Sie nun dran, die restlichen 130 Bäume zu kontrollieren. Haben Sie noch mehr faule Bäume entdeckt?

Ja, wir haben noch weitere Bäume mit faulen Wurzelstöcken gefunden. Allerdings waren die Bäume nicht im gleichen Masse beschädigt wie der Baum, der umgefallen ist. Bei den betroffenen Bäumen haben wir nun entsprechende Sicherheitsmassnahmen getroffen. Der Park ist nun wieder sicher, das hat uns auch eine Baumexpertin bestätigt.

Welche Lehren ziehen Sie aus dem Vorfall?

Wir haben unser Kontrollsystem angepasst. Wir kontrollieren künftig bereits im Frühjahr, vor der Eröffnung des Adventure Parks, die Wurzelfüsse der Bäume und anfangs Juni kontrollieren wir dann noch den Austrieb des Laubes.

Das Sicherheitskonzept wird also angepasst. Was sagt ihr den Menschen, die trotzdem noch unsicher sind?

Die Besucher müssen sich im Klaren sein darüber, dass wir in der Natur sind. Ein gewisses Restrisiko bleibt also immer bestehen. Aber die Leute können auch davon ausgehen, dass unser Waldgebiet nun sehr gut kontrolliert wird, alle Details werden ganz genau angeschaut. Ich glaube, bei uns ist es momentan sicherer als irgendwo sonst im Wald.

Das Gespräch führte Fanny Kerstein.