Biofleisch und Vegi, städtisch verordnet

In städtischen Verpflegungsbetrieben soll nur noch mit Schweizer Biofleisch gekocht werden. Auch gehöre mehr Vegetarisches auf den Speisezettel, findet der Zürcher Gemeinderat. Der Stadtrat muss das Anliegen prüfen.

Fünf Hausschweine in einem Freilaufgehege Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur noch glückliche Schweine sollen in den Pfannen städtischer Betriebe landen. Keystone

Fleisch aus Massentierhaltung sei unökologisch und ungesund. Dies erklärten drei Postulanten der Grünliberalen im Zürcher Gemeinderat und verlangten, dass städtische Spitäler, Schulen und Heime nur noch Schweizer Biofleisch und zudem vermehrt auch Vegetarisches anbieten.

Freisinnige und SVP warfen den Grünliberalen vor, mit ihren Menüvorschriften die Bürgerinnen und Bürger bevormunden und umerziehen zu wollen. SP und Grüne wiederum sahen im Vorstoss eine Chance, den Speisezettel der städtischen Verpflegungsbetriebe auszubauen und zu verbessern. Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen zeigte sich bereit, das Postulat entgegenzunehmen und das Anliegen zu prüfen. Sie gab jedoch zu bedenken, dass Biofleisch teurer sei und das Parlament dann auch bereit sein müsse, das städtische Budget entsprechend zu erhöhen. Der Rat stimmte dem Vorstoss mit 72 zu 41 Stimmen zu.