Grünes Licht für Limmattalbahn Bund erteilt Baubewilligung

Die neue Verbindung zwischen den Bahnhöfen Zürich-Altstetten und Killwangen-Spreitenbach kann gebaut werden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die entsprechende Baubewilligung erteilt. Der Entscheid kann noch vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen werden.

Visualisierung der Limmattalbahn in Schlieren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die neue Limmattalbahn soll auch beim Spital in Schlieren vorbeifahren. zvg: Limmattalbahn AG

Das Wichtigste in Kürze:

  • Drei Jahre hat es gedauert, jetzt gibt der Bund seinen Segen: Die Baubewilligung für die Strecke Zürich-Altstetten – Killwangen-Spreitenbach ist erteilt.
  • Insgesamt gingen gemäss BAV 196 Einsprachen zum Hauptprojekt und 56 Einsprachen zu vier Projektänderungen ein.
  • In rund 70 Prozent der Fälle konnten laut BAV einvernehmliche Lösungen gefunden werden.
  • Die neue Bahn bedient auf der 13,4 Kilometer langen Strecke insgesamt 27 neue Haltestellen im Kanton Zürich und im Kanton Aargau.
  • Die Bahn soll Ende 2022 in Betrieb gehen.

Gemäss BAV belaufen sich die Investitionen auf 715 Millionen Franken. Dazu kommen noch die Kosten für die Beschaffung des Rollmaterials und das Depot. Die Limmattalbahn wird von den Kantonen Zürich und Aargau und dem Bund finanziert.

Der Baustart für die erste Etappe, in der die VBZ-Tramlinie 2 bis nach Schlieren verlängert wird, ist für September 2017 geplant. Im Jahr 2019 soll die Verbindung ihren Betrieb aufnehmen. Der Baustart der zweiten Etappe ist für das Jahr 2019 vorgesehen.

Widerstand aus dem Limmattal

Gegen den Bau der Bahn regt sich im Limmattal selbst weiterhin Widerstand: 2015 sagten 64,5 Prozent der Stimmenden im Kanton Zürich Ja zum Bau der Limmattalbahn. Ausgerechnet das Limmattal lehnte damals jedoch das Vorhaben mit 54,1 Prozent der Stimmen ab.

Ein Komitee aus dem Bezirk Dietikon und SVP-Politiker wollen den Volksentscheid vom 22. November 2015 für den Bau der Limmattalbahn rückgängig machen und lancierten eine Volksinitiative. Gemäss dem Initiativkomitee ist aktuell ein Drittel der benötigten 6000 Unterschriften gegen den Bau der Bahn beisammen. Ob die Initiative überhaupt gültig ist, wird der Zürcher Kantonsrat entscheiden müssen.