China zieht in Zürich ein

2016 zieht die Börse vom Zentrum Zürichs nach Zürich West. Danach wird dort Grüntee getrunken, Reis gegessen und Chinesisch gesprochen: Ein China-Center soll dort entstehen und eine Plattform für chinesische und schweizerische KMU bieten.

Der Schriftzug «Börse», der an der alten Börse in Zürich-Selnau hängt, links davon eine Löwenstatue. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Börse in Zürich: Im Börsengebäude soll bis 2017 ein China-Center entstehen. Keystone

Ein chinesischer «Mikrokosmos» mitten in Zürich: Dies plant der Schweizerische Gewerbeverband in einem ehrgeizigen Projekt. 2016 zieht die Börse von ihrem Standort Zürich-Selnau aus und nach Zürich-West. Dann soll bis 2017 dort ein China-Center entstehen.

Das Projekt wird in mehreren Etappen realisiert. Auf den 25'000 m2 sind authentische chinesische Restaurants, ein Warenhaus mit Produkten aus China, eine chinesische Bank sowie Galerien geplant.

Auch eine internationale chinesische Schule soll dort Platz finden, um chinesischen Kaderleuten zu ermöglichen, ihre Familien für die Dauer ihrer Anstellung nach Zürich zu holen.

Chinesisch-Schweizerischer Austausch

Am Wichtigsten ist jedoch, für den Gewerbeverband eine Plattform für schweizerische und chinesische KMU einzurichten. Diese soll den Kontakt zwischen ansässigen und chinesischen Firmen verbessern. Denn bisher sei der Kontakt vor allem für ansässige KMU schwierig, wie Robert E. Gubler vom Schweizerischen Gewerbeverband gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärt.

Die Eigentümerin des Gebäudes, die BVK, ist erfreut über die Pläne. Sie ist bereit, das Gebäude zu vermieten sofern chinesische Investoren gefunden werden. Ohne diese wäre das Projekt nicht realisierbar. Robert Gubler reist deshalb zusammen mit Bundesrat Johann Schneider-Amman im Juli nach China, um dort potentielle Investoren zu treffen.

siem