Daniel Leupi verknurrt Zürich zum Sparen

Der neue Finanzvorstand der Stadt Zürich, Daniel Leupi, zieht eine erste Bilanz nach 100 Tagen im Amt. Dabei stellt er fest, dass sich die Schere zwischen Aufwand und Ertrag weiter öffnet. Seine Stadtratskollegen haben deshalb schon den Auftrag gekriegt, ihr Budget zusammenzukürzen.

Nach dem Rücktritt des Finanzvorstehers Martin Vollenwyder (FDP) wurde der Grüne Daniel Leupi verknurrt, dieses Departement zu übernehmen. Sein Einstieg fiel mitten in die entscheidende Phase der Budget- und Finanzplanung. «Es war sehr anstrengend», sagte der Finanzvorstand vor den Medien. Der Lernprozess, den er durchmache, sei enorm.

«Der Stadt droht ein Bilanzfehlbetrag»

Die detaillierten Zahlen werden zwar erst Ende September veröffentlicht. Doch schon heute, nach 100 Tagen im Amt, stellt Leupi fest: die Schere zwischen Aufwand und Ertrag wird sich in den kommenden Jahren weiter öffnen. Deshalb veranlasste der neue Finanzvorsteher, dass die Departemente ihre Ausgaben für 2014 um insgesamt gut 60 Millionen Franken kürzen.

«Wenn es so weitergeht, droht der Stadt ein Bilanzfehlbetrag.» warnte Daniel Leupi und betonte deshalb die Bedeutung der so genannten Leistungsüberprüfung 17/0. Das Ziel ist ein ausgeglichenes Budget für 2017. Dafür müssen die Leistungen der gesamten Verwaltung überprüft werden.

Von den Steuern bis zum Personal

Neben dem Budget kümmert sich Daniel Leupi als Finanzvorsteher aber auch um die städtischen Liegenschaften, die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, die IT und das Personal. Die Vielseitigkeit bezeichnete er als Gewinn. Er fühle sich wohl im neuen Amt.

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