Daniel Waser: «Zürich ist die Filmhauptstadt der Schweiz»

Zwei Drittel aller Produktionsfirmen des Schweizer Films kommen aus Zürich. Kein Wunder sieht sich Zürich als Zentrum des Deutschweizer Films. Stadt und Kanton lassen sich dies auch einiges kosten. Doch Zürich erhalte auch viel zurück, glaubt Daniel Waser, Leiter der Zürcher Filmstiftung.

Es klingt wie ein typisch arroganter Satz aus dem Munde eines Zürchers. «Zürich ist DIE Filmstadt der Schweiz». Doch erstens ist Daniel Waser ein Berner. Und zweitens kann er seine Aussage belegen.

Zusatzinhalt überspringen

Die Zürcher Filmstiftung

Die Zürcher Filmstiftung wurde vor 11 Jahren gegründet - mit dem Ziel, das «qualitativ anspruchsvolle Filmschaffen zu stärken». Die Stiftung erhielt 20 Millionen Franken Kapital. Dazu kommen jährlich knapp 8 Millionen Franken von Stadt und Kanton. Bisher hat die Stiftung 300 Filme gefördert und 93,6 Millionen Franken an Fördergeldern gesprochen.

«Das Fernsehen, die Werbung, die ganzen Produktionsfirmen haben ihren Sitz in Zürich», sagt der Geschäftsleiter der Zürcher Filmstiftung. Tatsächlich stammen zwei Drittel aller Produktionsfirmen aus Zürich. Und: «Zürich ist attraktiv genug, dass es auch die Künstlerinnen und Künstler anzieht.»

Grosse Wertschöpfung und kulturelle Identität

Nur: Was bringen die vielen Autorinnen, Regisseure und sonstigen Filmemacher Zürich? «Für jeden Franken, den wir in einen Film investieren, erhält die Region drei Franken zurück», sagt Daniel Waser. «All die Technikerinnen, Schauspieler, Kameraleute, Postproduktionsbetriebe, die beschäftigt werden, ergeben eine grosse Wertschöpfung.»

Und auch für die Kultur seien die Filme zentral: «Zürich kann seine eigenen Geschichten - seine eigene Geschichte erzählen. Das ist ein Glücksfall», findet Daniel Waser.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)