«Das Volk ist noch nicht bereit zu sparen»

Die Schaffhauser Stimmberechtigten sagen mit über 53 Prozent Nein zu Kürzungen von Beiträgen an die Landeskirchen. Regierungsrat Christian Amsler zeigt sich angesichts des 40 Millionen Franken Defizits beim Kantonsbudget besorgt. Es werde nun nicht einfacher, das Budget auszugleichen.

Innenraum der Kirche St. Maria in Schaffhausen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kirchen geniessen in der Schaffhauser Bevölkerung einen grossen Rückhalt. srf

Schaffhauser Bildungsdirektor Christian Amsler nimmt das Resultat mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. «Als Kirchgänger freut mich das Resultat persönlich.» Er gratuliert deshalb als Erstes den Kirchen zum Abstimmungserfolg. Sie hätten einen sehr engagierten Abstimmungskampf geführt.

Allerdings nehme man das Resultat beim Regierungsrat mit Besorgnis zur Kenntnis. «Es ist ein Zeichen, dass die Sparbemühungen der Regierung vom Volk noch nicht erkannt werden», meint Amsler. Es werde nun für die Regierung nicht einfacher werden, das Defizit von 40 Millionen Franken im Kantonsbudget auszugleichen.

Grosser Jubel herrscht hingegen bei den Kirchen. Frieder Tramer, Präsident der reformierten Kirche in Schaffhausen freut sich über den starken Rückhalt in der Bevölkerung. Die Kirche sei bereit zu sparen, der Ball liege aber beim Regierungsrat.