Definitiv 15 Jahre für den Mörder vom Katzensee

Der Mann, der 2010 in Zürich seine Ehefrau getötet und in einem Flachmoor beim Katzensee versenkt hatte, ist beim Bundesgericht abgeblitzt. Die Richter in Lausanne bestätigten das Urteil des Zürcher Obergerichts vom vergangenen Mai: Schuldig der vorsätzlichen Tötung, 15 Jahre Freiheitsentzug.

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Bildlegende: Die Richter in Lausanne bestätigten im Mordfall vom Katzensee das Urteil des Obergerichts. Keystone

Der Mann hatte bei der Berufung geltend gemacht, die Anklage sei zu ungenau gefasst gewesen. Mit seiner Kritik zielte er auf die tatsächlich ungenauen Angaben zu Tatort, Todesursache und Todeszeitpunkt in der Anklageschrift.

Die Leiche lag schon zu lange im Moor

Auch das Bundesgericht erkennt die Ungenauigkeit. Es hält allerdings fest, die Staatsanwaltschaft sei gezwungen gewesen, sich ungenau auszudrücken. Dies, weil die Obduktion einer Leiche, die lange in einem Flachmoor gelegen habe, «keine eindeutigen Erkenntnisse zur Todesursache» zugelassen habe. Solange für den Beschuldigten klar sei, was ihm vorgeworfen werde, könne eine fehlerhafte Anklage nicht dazu führen, dass es nicht zu einem Urteil kommen dürfe.

Spaziergänger hatten am 1. Mai 2010 die schon stark verweste Leiche der 50-jährigen Frau entdeckt. Der Tatverdacht war rasch auf den Ehemann gefallen.