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Zürich Schaffhausen Den «Pfnüsel» holt man sich nicht so leicht beim Tramfahren

Wie gross ist die Gefahr, dass Fahrgäste in einem Zürcher Tram einen Infekt auflesen? Diese Frage untersuchte Yael Gesù in ihrer Maturitätsarbeit. Sie kam zum Schluss, dass Tramfahren keine übermässige Ansteckungsgefahr birgt. Die wissenschaftliche Arbeit wurde von der ETH Zürich ausgezeichnet.

Portrait einer 18-jährigen jungen Frau mit kurzen bloden Haaren
Legende: Yael Gesù ging den Bakterien und Mikroben in den Zürcher Trams auf den Grund. SRF

Yael Gesù ist eine von rund 2500 jungen Frauen und Männern im Kanton Zürich, die dieses Jahr mit einer Maturitätsarbeit die Kantonsschule abgeschlossen haben. Ihre Maturarbeit «Von Mikroben und ihrer Zuneigung zu Zürcher Trams» ist eine von 50 Arbeiten, die ausgezeichnet worden sind und an der ETH Zürich ausgestellt werden.

Das Zürcher Tram als Bakterienfalle?

Was vielen Trampassagieren durch den Kopf geht, wenn ein Sitznachbar hustet oder niest, wollte Yael Gesù von der Kantonschule Wiedikon genau wissen. Wie gross ist die Gefahr, dass man sich auf einer Tramfahrt mit einer Krankheit anstecken kann? Die VBZ machte mit und erlaubte Yael Gesù, im Tramdepot Proben zu nehmen.

An den Scheiben bildet sich Kondenswasser und so bleibt das Fett von Händen kleben. Ein ideales Klima für die Bakterien.
Autor: Yael GesùMaturandin

Yael Gesù hat im Tram zehn Orte bestimmt, die sie prüfte: zum Beispiel ganz vorne im Tram, die Scheiben oder die Haltestangen. Mit Wattetupfern ging sie auf die Suche nach Mikroben und Bakterien und kam zum Schluss: Die Bakterien kommen vor allem vorne im Einsteigebereich und an den Fenstern vermehrt vor.

Die Zürcher Trams sind keine Bakterienschleudern

Yael Gesù hat ihre Resultate zusammengetragen und in einer mehr als hundertseitigen wissenschaftlichen Arbeit dokumentiert. Ihr Fazit nach ihrer Untersuchung: Tramfahren in Zürich ist ungefährlich. Wer sich aber sicher nicht im Tram anstecken will, der steigt hinten ein und drückt seine Nase nicht an den Scheiben platt. Die Arbeit von Yael Gesù ist zusammen mit 49 weiteren Arbeiten bis am 20. Mai in der Haupthalle der ETH Zürich ausgestellt.

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