Der Goldesel muss mit weniger Geld auskommen

Die Steuerverwaltung sei der Goldesel des Kantons, sagt der Zürcher Finanzdirektor Ernst Stocker. Trotzdem hat der Kantonsrat den Steuerkommissären 2,2 Millionen Franken aus dem Budget gestrichen. Die Steuerverwaltung könne effizienter arbeiten.

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Bildlegende: Stempelhalter beim Zürcher Steueramt: Es muss 2016 mit 2,2 Millionen Franken weniger auskommen. Keystone

Über 700 Steuerkommissäre arbeiten für den Kanton Zürich. Sie prüfen die Steuererklärungen und sorgen dafür, dass der Kanton seine sieben Milliarden Franken Steuergelder erhält. Und diese Arbeit kostet. Gut 163 Millionen Franken budgetiert Finanzdirektor Ernst Stocker fürs nächste Jahr. Zu viel, befand die Mehrheit des Kantonsparlaments am Dienstagabend in der Budgetdebatte.

Die Steuerverwaltung könne noch effizienter werden, glaubten die Bürgerlichen und die Mitteparteien. «Es gibt noch Luft nach oben», sagte FDP-Kantonsrat Alex Gantner. FDP und SVP erhielten Unterstützung von CVP, EDU und BDP. Nicht mitmachen bei den bürgerlichen Sparplänen wollte die GLP. Und Linksgrün verlangte gar eine Stellenaufstockung. Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) verteidigte seine Steuerverwaltung: «Sie ist der Goldesel des Kantons», sagte er. Sein Appell verhallte ungehört. Das Kantonsparlament stimmte der Kürzung mit 96 Ja- zu 75 Nein-Stimmen zu.