Der Königsweg soll attraktiver werden

Immer mehr Lehrlinge im Kanton Zürich machen die Berufsmatur nicht während der Lehre, sondern erst danach. Der Kantonsrat will diese Entwicklung stoppen. Jugendliche sollen ihre Matura wieder vermehrt schon während der Lehre machen.

Schüler in einer Berufsschule. Immer häufiger schliessen sie die Maturitätsprüfung erst nach der Lehre ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schüler in einer Berufsschule. Immer häufiger schliessen sie die Maturitätsprüfung erst nach der Lehre ab. Keystone

Die Berufsmatur sei «der Königsweg zu den Fachhochschulen», bemerkte Markus Späth von der SP. 15 Prozent aller Lehrlinge im Kanton Zürich absolvieren zusätzlich eine Maturitätsprüfung. Allerdings: Immer mehr Berufsmaturanden schliessen nicht während, sondern nach der Lehre ab. Das dauert länger und verursacht zusätzliche Kosten. Als Grund für diese Entwicklung nannte Kaspar Bütikofer (AL) die Doppelbelastung von Schule und Lehre.

Die SVP war jedoch überzeugt, dass die Lehrlinge, «die gescheit genug sind», die Berufsmatura auch unter den heutigen Bedingungen schaffen, wie ihre Sprecherin Margrith Rinderknecht sagte.

Benno Scherrer (GLP), der als Lehrer Berufsschüler unterrichtet, stellte zudem fest, dass die Schüler, welche ihre Matura erst nach der Lehre absolvieren, motivierter seien.

Regierung muss Lösungen suchen

Dennoch stimmte die Mehrheit dem Vorstoss von SP, FDP und Grünen zu. Der Regierungsrat muss nun einen Bericht ausarbeiten, wie er die Bedingungen für die Berufsschüler verbessern kann.