Der Mann mit den vielen hundert Schlaginstrumenten

Wenn der Multi-Perkussionist Martin Grubinger auftritt, transportiert er seine Instrumente oft mit mehreren Lastwagen zum Konzert. Der Österreicher ist ein Jahr lang Gastmusiker des Tonhalle-Orchesters. Am Mittwochabend hat der 33-jährige in der Züricher Tonhalle seinen ersten Auftritt.

Der Perkussionist bearbeitet zwei Gongs mit violetten Schlägern, im Vordergrund unschaft Glocken und Trommeln. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der schweisstreibende Tanz des Martin Grubinger zwischen seinen vielfältigen Schlaginstrumenten. Priska Ketterer

«Wir haben oft vier, fünf, sechs Tonnen Schlaginstrumente dabei, je nachdem, welches Programm wir spielen», erzählt Martin Grubinger im «Regionaljournal». Immer wieder kommen Komponisten bei Grubinger vorbei und lassen sich durch seine Sammlung von vielen hundert Schlaginstrumenten inspirieren. Daraus entstehen dann oft Konzerte, die riesige Aufbauten mit Schlagwerken brauchen.

Spitzensport auf der Konzertbühne

Auch auf der Bühne in der Zürcher Tonhalle steht derzeit so ein Aufbau: Marimba, Xylophone, Glocken, Pauken, Trommeln warten dort auf die Schläge des Meisters. Ein Tanz zwischen den Instrumenten, der auch den Pulsschlag des Perkussionisten in die Höhe treibt, wie bei einem Spitzensportler. 2700 Kilokalorien verbrennt Grubinger locker in einem seiner Konzerte.

Für ein Jahr ist der Künstler nun «Artist in Residence», Gastmusiker des Zürcher Tonhalle-Orchesters. Seine Begeisterung für die Schlaginstrumente ist ansteckend. In Zürich präsentiert er ein vielfältiges Programm, das den Funken der Begeisterung auf das kühle Zürcher Publikum überspringen lassen soll.