Der Traum vom Dampfschiff auf dem Rhein hat breite Unterstützung

Bis in ein paar Jahren soll auf dem Rhein wieder ein Raddampfer unterwegs sein. Ein Verein setzt sich für dieses Ziel ein und stösst damit in der Region auf durchwegs positives Echo. Für das Projekt hat er schon 100'000 Franken gesammelt.

Visualisierung des Dampfischiffes: Das Schiff von aussen, in kleinen Fenstern das Deck mit dem Abgang zu den Maschinen und der Salon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sieht der Traum vom Dampfschiff auf dem Rhein in einer Studie aus dem Jahr 2011 aus. zvg (Bearbeitung: srf)

Bald 50 Jahre ist es her, seit die legendäre DS Schaffhausen verschrottet wurde. Seither verkehrt auf dem Untersee und dem Rhein kein Dampfschiff mehr. Dampfschiff-Enthusiasten in Schaffhausen wollen das ändern. Sie träumen von einem nostalgischen Raddampfer mit topmoderner Dampftechnik.

Grosser Zulauf

Dafür haben sie einen Verein gegründet, der sich grosser Beliebtheit erfreut: Von 120 Personen ins Leben gerufen, zählt die Mitgliederliste mittlerweile schon 1500 Personen. Für die Planung hat der Verein schon 100'000 Franken gesammelt – mehr als die Hälfte des erforderlichen Betrags. «Ein Dampfschiff hat keine Gegner – es hat nur Freunde», meint Vereinspräsident Edi Joos im «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen».

Der Verein arbeitet auch mit der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein zusammen. Diese muss in den nächsten Jahren sowieso ein neues Schiff bauen lassen. Allerdings kostet ein Dampfschiff mehr als ein herkömmliches Motorschiff. Die Idee ist, dass der Verein diese Zusatzkosten in der Höhe von rund 3 Millionen Franken auftreibt. Er sei optimistisch, dass das gelinge, meint Edi Joos. Er glaubt, dass das Dampfschiff bis 2020 in Verkehr gesetzt werden kann.