Zum Inhalt springen
Inhalt

Platzmangel im Zürcher ÖV Der ZVV steuert auf Engpässe zu

Der Zürcher Verkehrsverbund rechnet mit 20 Prozent mehr Passagieren bis im Jahr 2023. Ein Ausbau ist schwierig – der Platz wird knapp.

Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein.
Legende: Dringend benötigt, aber in weiter Ferne: ein viertes Gleis am Bahnhof Stadelhofen. Keystone

Das ist die Ausgangslage:

Mehr Passagiere mit weniger finanziellen Mitteln befördern. Das ist die schwierige Aufgabe, die der Zürcher Verkehrsverbund in der kommenden Zeit zu bewältigen hat:

  • In den nächsten fünf Jahren steigt die Zahl der Fahrgäste um einen Fünftel, so das Szenario, welches der ZVV am Freitag präsentiert hat.
  • Gleichzeitig muss der ZVV 120 Millionen Franken sparen, so der Auftrag der Kantonsregierung.
  • Auch der Bund steht bei den Grossprojekten (Ausbau Bahnhof Stadelhofen sowie Brüttener Tunnel) auf der Bremse.
Legende:
Entwicklung der ZVV-Passagierzahlen ZVV

Welche Bahnlinien sind betroffen?

Ein Beispiel: Im Tösstal fährt ab Ende 2018 ein Zug nach Zürich. Eigentlich hätte diese Linie stündlich fahren sollen. Stattdessen gibt es nun aber nur zwei Verbindungen pro Tag.

So ergeht es vielen S-Bahnen. Viele geplante Projekte werden erst später oder nur teilweise umgesetzt, sagte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) am Freitagmorgen.

Wie das die Passagiere spüren:

Weniger Züge bedeutet weniger Platz. Weil keine grundlegenden Anpassungen am S-Bahn-Angebot möglich sind, erwartet der ZVV Engpässe. Franz Kagerbauer, ZVV-Direktor, sieht Platzprobleme auf der Strecke Zürich – Winterthur sowie am linken und rechten Ufer des Zürichsees.

Wenn Bund und Kanton weniger bezahlen - muss der ZVV die Billete teurer machen?

Vorläufig nicht, versprachen Franz Kagerbauer und Carmen Walker-Späh. Erst, wenn die Leistungen ausgebaut werden, könnten auch die Ticket-Preise steigen.

Regierungsrätin Carmen Walker-Späh hat am Freitag darauf hingewiesen, erst kürzlich habe eine Umfrage gezeigt, dass die Pendlerinnen und Pendler unzufriedener werden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis: «Die Preise sind alle zwei Jahre gestiegen. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir das nicht mehr machen können.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer ist verantwortlich, dass beim ZVV in den nächsten 5 Jahren die Fahrgäste-Zahl um einen Fünftel steigen wird? Die Wachstums-Wirtschaft und die links/grünen Oeko-Ideologen, die "alle" von den Strassen nehmen und auf den öV zwingen wollen! Dass diese Feststellung, "undsverr..." nicht aufgeschaltet wird, zeigt mir, wie real diese Gedanken eben sind!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber auch der Verkehr auf Strassen nimmt stetig zu. Und mit ihm die Staustunden. Auch da wird Platz immer rarer & jede neue Strasse, jeder Ausbau von Autobahnen für immer mehr Verkehrsaufkommen ist eine neue Strasse zuviel gebaut. Und die Wachstums-Wirtschaft wird ja auch von Bürgerlichen sehr befürwortet. Die links/grünen Oeko-Idelogen glauben einfach die zu hohe Zuwanderung durch mehr ÖV & verdichtetes Bauen lösen/steuern zu können. Und das ist auch nicht "Grün" gehandelt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen