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Stadtratswahlen Zürich 2018 Die Kandidaten-Kür ist abgeschlossen

Gleich drei Parteien haben am Dienstagabend ihre Kandidaten für die Stadtratswahlen nominiert.

Nun steht fest, wer zu den Wahlen in die Zürcher Stadtregierung antritt. Nach dem «Super Dienstag», an dem SVP, CVP und die Grünen ihre Kandidatinnen oder Kandidaten für die Wahl bestimmt haben, sind die Namen der möglichen neuen Stadträte bekannt.

Ein Mann in Anzug und eine Frau blicken in die Kamera.
Legende: Susanne Brunner und Roger Bartholdi: die Hoffnungsträger der SVP. SRF

Gemischtes Doppel bei der SVP

Die Delegierten der SVP folgten dem Vorschlag der Parteileitung und nominierten am Dienstagabend die ehemalige Kantonsrätin Susanne Brunner und den Gemeinderat Roger Bartholdi.

Dieses gemischte Duo soll für die SVP erstmals nach 1990 wieder einen Sitz in der Zürcher Stadtregierung erobern. Roger Bartholdi arbeitet bei der UBS und präsidierte im vergangenen Jahr das Stadtparlament. Brunner ist bei der Economiesuisse in Bern tätig und sass früher im Zürcher Kantonsrat.

Damit besetzt die SVP zwei Sitze des bürgerlichen Fünfertickets. Die FDP hat ebenfalls zwei Plätze, die CVP stellt einen Kandidaten.

Ein Mann blickt in die Kamer.
Legende: Markus Hungerbühler soll den Sitz von Gerold Lauber verteidigen. Keystone

CVP: Stadt schlägt Kanton

Zur Auswahl standen bei der CVP Nicole Barandun und Markus Hungerbühler. Das Rennen gemacht hat am Dienstagabend der 42-jährige Gemeinderat Markus Hungerbühler.

Der Präsident der Stadtpartei setzte sich damit gegen die Präsidentin der Kantonalpartei, Nicole Barandun, durch.

Zwar sei Barandun «kommunikativ stark» und hätte als «arbeitstätige Frau gute Wahlchancen». Hungerbühler dagegen sei besser vernetzt.

Eine Frau und ein Mann in einem Saal. Die Frau lacht, der Mann blickt ein bisschen unzufrieden.
Legende: Karin Rykart sticht Bastien Girod aus. Sie soll einen zweiten Sitz für die Grünen erobern. Keystone

Bei den Grünen entscheidet die Frauenfrage

Nach intensiver Diskussion hat bei den Grünen Gemeinderätin Karin Rykart obsiegt. Sie setzte sich durch gegen Nationalrat Bastien Girod. Beide seien valable Kandidaten, meinten die Mitglieder an der Versammlung.

Girod wurde allgemein als besserer Wahlkämpfer gelobt, der mehr Chancen hätte, einen zweiten Sitz für die Grünen zu holen. Gegen Girod sprach jedoch das Geschlecht. Es sei «beschämend», würden die Grünen neben dem amtierenden Stadtrat Daniel Leupi mit einem zweiten Mann antreten, hiess es in einem Votum aus dem Plenum.

Am Ende siegte diese Haltung, Karin Rykart erhielt 94 Stimmen, Girod 65.

Die Kandidatinnen und Kandidaten in der Übersicht

Stadtratswahlen 2018 - die Kandidatinnen und Kandidaten

SP
Alle vier bisherigen Stadträtinnen und Stadträte treten erneut an: Stadtpräsidentin Corine Mauch, Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen, Hochbauvorsteher André Odermatt und Sozialvorsteher Raphael Golta.
SVPDie SVP will nach bald 30 Jahren zurück in den Stadtrat. Sie tritt mit Susanne Brunner und Roger Bartholdi an. Damit besetzt die SVP zwei Plätze auf dem bürgerlichen Fünferticket.
FDPTiefbauvorsteher Filippo Leutenegger will im Stadtrat bleiben. Sein Stadtratskollege Andres Türler hingegen tritt zurück. Seinen Platz verteidigen soll Michael Baumer. 
GrüneFinanzvorsteher Daniel Leupi tritt erneut an. Die Partei will zudem einen zweiten Sitz holen. Schaffen soll dies Karin Rykart, Fraktionschefin der Grünen im Stadtparlament.
GLPAndreas Hauri will für die Grünliberalen zum ersten Mal überhaupt in den Stadtrat einziehen.
CVPSchulvorsteher Gerold Lauber tritt zurück. Die CVP will ihren Sitz verteidigen, im Bündnis mit SVP und FDP. Gemeinderat Markus Hungerbühler soll Laubers Sitz für die Partei halten.
ALSicherheitsvorsteher Richard Wolff will den Sitz für die AL verteidigen. Die Partei tritt mit ihm als einzigen Kandidaten an.
EVPDie Partei greift mit Claudia Rabelbauer als Kandidatin für die Stadtratswahlen an.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Dani Queren (Queren)
    Die Grünen stecken in einem Dilemma. Man glaubt ihnen praktisch alles von dem, was sie da so von sich geben und wählt sie dann trotzdem nicht.
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  • Kommentar von Dani Queren (Queren)
    Ich habe das grosse Privileg dem Grossraum Zürich fernbleiben zu können ohne viel zu verpassen. Die, die dieses Privileg nicht haben, wählen dann mal das kleinste Übel.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Es waren die jungen Grünen, welche Stimmung gegen B. G. gemacht haben & ihn nicht unterstützen wollten. Damit haben sie jetzt den fähigsten & echtesten Grünen, welcher wirklich Ahnung hat ausgebootet. Dumm von ihnen!
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    1. Antwort von Stefan Pfister (Stefan Pfister)
      Quatsch. Die jungen Grünen hatten wie die alten Grünen die Wahl zwischen zwei guten Kandidaten und haben sich für die erfahrenere und in der Stadt verankerte Karin Rykart entschieden. Im Gegensatz zum mediengewandten Bastien Girod arbeitet sie mehr ausserhalb des Rampenlichts, ist aber als Fraktionschefin und Vorstandsmitglied im Mieterverband doch bekannt und beliebt genug, dass sie in ihrem Kreis mehr Stimmen als Girod machte. Und 43% Panachierstimmen. Gute Wahlchancen also.
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