Die Stadt Zürich schaut optimistisch Richtung Crédit Suisse

Der Gewinnzuwachs der Grossbank Crédit Suisse lässt die Stadt Zürich hoffen. Die CS weist für 2013 einen Jahresgewinn von 3,07 Milliarden Franken aus, doppelt so viel wie im Vorjahr. Anders als der Kanton, rechnet die Stadt Zürich deshalb bereits für dieses Jahr mit Gewinnsteuern von der CS.

Schriftzug der Crédit Suisse auf dem Dach der Grossbank, davor der Ausschnitt einer Schweizerfahne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Stadt Zürich könnte schon dieses Jahr wieder von der Crédit Suisse profitieren. Keystone

Für die Stadt Zürich kommt die gute Nachricht zur richtigen Zeit. Die Kasse ist leer, die Wirtschaftskrise hat ihre Spuren hinterlassen. Die beiden Grossbanken UBS und CS haben seit 2008 wegen der Finanzkrise keine Steuern mehr bezahlt. Nun sind beide Banken wieder im Aufwärtstrend.

Die Grossbank Crédit Suisse hat im Jahr 2013 einen Gewinn von gut 3,2 Millarden Franken erzielt. Das ist doppelt soviel wie im Vorjahr. Davon soll nun auch die Stadt Zürich profitieren. «Die Stadt Zürich hat einen Steuerbeitrag zugesichert bekommen» sagt Bruno Fässler, Chef des Steueramtes der Stadt Zürich gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Wie hoch der Beitrag jedoch ist, will Fässler nicht sagen. Dies falle unter das Steuergeheimnis.

Der Erfolg ist noch bescheiden

Für den Kanton sieht die Situation anders aus. Wie Finanzdirektorin Ursula Gut auf Anfrage sagte, wäre sie überrrascht, wenn die CS bereits dieses Jahr wieder Steuern bezahlen würde. Auch von der UBS ist vorläufig nichts zu erwarten. Diese wird vermutlich erst 2017 wieder Steuern zahlen.

Schattenseite des Gewinnzuwachses

Die CS hat ihren Gewinn in der Höhe von drei Milliarden Franken auch dank Sparmassnahmen und Restrukturierungen erreicht. Weltweit will die CS 1400 Stellen streichen, betroffen ist auch die Zentrale in Zürich. Wie viele Stellen in Zürich verloren gehen, das können die Verantwortlichen allerdings noch nicht sagen.